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SGB V Krankenversicherung | Leistungen für Pflege

Aktuelles

Bundesgesundheitsministerium

Grundlohnsummensteigerung liegt bei 2,65%

19.09.18 Auf der Grundlage der vierteljährlichen Rechnungsergebnisse der Krankenkassen und des Gesundheitsfonds beträgt die durchschnittliche Veränderungsrate der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder aller Krankenkassen je Mitglied auf der Basis der Veränderungsraten des Zeitraumes des zweiten Halbjahres 2017 und des ersten Halbjahres 2018 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum +2,65%.

 

Die Grundlohnsummensteigerung ist die maßgebliche Bezugsgröße für die Fortschreibung von Vergütungen im Bereich des SGB V.

Auszüge aus dem Recht der Krankenversicherung die die professionelle Pflege betreffen. Die Links führen zu den jeweiligen Gesetzestexten (Datenbank Juris)

>> Häusliche Krankenpflege gem. § 37 SGB V

 

Versicherte erhalten in ihrem Haushalt, ihrer Familie oder sonst an einem geeigneten Ort, insbesondere in betreuten Wohnformen, Schulen und Kindergärten, bei besonders hohem Pflegebedarf auch in Werkstätten für behinderte Menschen neben der ärztlichen Behandlung häusliche Krankenpflege
durch geeignete Pflegekräfte, wenn Krankenhausbehandlung geboten, aber nicht ausführbar ist, oder wenn sie durch die häusliche Krankenpflege vermieden oder verkürzt wird.

 

Die häusliche Krankenpflege umfasst auch die ambulante Palliativversorgung.

 

Versicherte erhalten diese Leistung bei Bedarf auch nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer ambulanten Eingriffes, sofern keine Pflegebedürftigkeit gem. § 14 SGB XI vorliegt. 

>> Soziotherapie gem. § 37a SGB V

 

Versicherte, die wegen schwerer psychischer Erkrankung nicht in der Lage sind, ärztliche oder ärztlich verordnete Leistungen selbständig in Anspruch zu nehmen, haben Anspruch auf Soziotherapie, wenn dadurch Krankenhausbehandlung vermieden oder verkürzt wird oder wenn diese geboten, aber nicht ausführbar ist.

>> Spezialisierte ambulante Palliativversorgung gem. § 37b SGB V

 

Versicherte mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung, die eine besonders aufwändige Versorgung benötigen, haben Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung.

>> Haushaltshilfe gem. § 38 SGB V

 

Versicherte erhalten Haushaltshilfe, wenn ihnen wegen Krankenhausbehandlung oder wegen anderen medizinisch indizierten Gründen die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist.

 

Voraussetzung ist ferner, dass im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

 

Darüber hinaus erhalten Versicherte auch dann Haushaltshilfe, wenn ihnen die Weiterführung des Haushalts wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht möglich ist. 

>> Stationäre und ambulante Hospizleistungen gem. § 39a SGB V

 

Versicherte, die keiner Krankenhausbehandlung bedürfen, haben Anspruch auf einen Zuschuss zu stationärer oder teilstationärer Versorgung in Hospizen, in denen palliativ-medizinische Behandlung erbracht wird, wenn eine ambulante Versorgung im Haushalt oder der Familie des Versicherten nicht erbracht werden kann.

>> Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit gem. § 39c SGB V

 

Reichen Leistungen der häuslichen Krankenpflege nach § 37 Absatz 1a bei schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht aus, erbringt die Krankenkasse die erforderliche Kurzzeitpflege entsprechend § 42 des Elften Buches für eine Übergangszeit, wenn keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 im Sinne des Elften Buches festgestellt ist.

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