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Überregionale Nachrichten

Positionspapier des Pflegebeauftragten der Bundesregierung

Pflegefachkräfte (zurück) gewinnen  

 

18.06.18 Mit einem 5 Punkte Plan möchte der Pflegebevollmächtigte Westerfellhaus Fachkräfte gewinnen. Dazu zählen u.a. Prämien sowie weniger Arbeit bei vollem Lohn. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Punkte:

  • Prämie für Rückkehrer und Aufstocker
  • 80 Prozent Arbeit bei 100 Prozent Lohn (80:20 Modell)
  • Bonus für gute Arbeitgeber
  • Mehr Verantwortung durch Heilkundeübertragung
  • Kostenanteile der Pflegeeinrichtung an neue Ausbildung senken

Die zusätzlich entstehenden Kosten „sollten nicht einseitig durch die Pflegebedürftigen getragen, sondern auf möglichst breite Schultern verteilt werden“ so Westerfellhaus in dem Positionspapier. Weiterhin spricht er sich für flächendeckende Tarifverträge aus.

 

>> Positionspapier „Mehr PflegeKRAFT“ – 5 Vorschläge für eine gute und verlässliche Pflege | Juni 2018 | Hrg. Pflegebeauftragter der Bundesregierung (PDF)

 

>> Internetseite des Pflegebeauftragten (Link)

SWR-Umfrage

Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit Pflegepolitik

 

13.06.18 Eine im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) von Infratest dimap durchgeführte bundesweite Befragung unter 1.000 Bürgerinnen und Bürgern ergab, dass 46 Prozent der Befragten der Meinung sind, die Politik tue zu wenig für die Verbesserung der Altenpflege.

 

37 Prozent meinten sogar, die Politik tue sehr wenig, um die Pflegesituation zu verbessern. Auch die Pflege im Heim hat kein gutes Image bei den Menschen in Deutschland: 80 Prozent der Befragten haben wenig oder gar kein Vertrauen in die Pflegekompetenz von Heimen. Allerdings wären 78 Prozent der Befragten bereit, mehr in die Pflegeversicherung zu bezahlen, wenn sich die Pflegleistung verbessern würde.

 

Zu der aktuellen Umfrage zum Thema Pflege, die der Südwestrundfunk (SWR) bei Infratest dimap in Auftrag gegeben hat erklärt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands:

 

"Wenn sich nicht einmal die Hälfte für den Fall der Pflegebedürftigkeit abgesichert fühlt und die ganz überwiegende Mehrheit den Eindruck hat, die Politik tut zu wenig auf diesem Feld, so ist das aus fachlicher Sicht eine völlig realistische Einschätzung. Wenn aber zugleich eine riesige Bereitschaft besteht, höhere Beiträge für die Pflegeversicherung zu zahlen, um eine spürbare Verbesserung der Pflegesituation in Deutschland zu erzielen, so ist das eine Steilvorlage für die Bundesregierung, die sie nicht verstolpern sollte. Fast jeder zweite Bewohner eines Pflegeheimes ist mittlerweile auf Sozialhilfe angewiesen. In Deutschland fehlen mittelfristig 100.000 Pflegekräfte. Es fehlt an beidem: Sozialer Absicherung im Pflegefall und genügend Personal, das eine hohe Pflegequalität gewährleisten kann. Es bedarf einer Doppelstrategie: Die Verbesserung der Pflegesituation darf nicht über eine weitere Verarmung der Pflegebedürftigen erkauft werden. Es müssen mehr öffentliche Mittel ins System und die Beiträge sind so zu erhöhen, dass die Zuwendungen der Pflegekassen mindestens 85 Prozent der Pflegekosten decken."

 

>> Presseerklärung des SWR vom 11.06.2018 (Link)

 

>> Grafiken zur Umfrage (PDF)

 

>> Tabellen zur Umfrage (PDF)

Pflege-Thermometer 2018 veröffentlicht

Studie untersucht Situation in der stationären Pflege

 

08.06.18 Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln hat mit dem Pflege-Thermometer 2018 die Ergebnisse der bundesweiten repräsentativen Befragung von Leitungskräften in der teil-/vollstationären Pflege veröffentlicht.

 

Nach Feststellung des DIP sind aktuell sind rund 17.000 Stellen im Pflegebereich in den Einrichtungen nicht besetzt. Zur Deckung würden rund 25.000 zusätzliche Personen benötigt, da vielfach in Teilzeit gearbeitet wird. „Die Personalengpässe führen zu Wartelisten und zu Absagen bei Betreuungsanfragen in den Einrichtungen. In mehr als jedem fünften Betrieb erfolgte aufgrund des Personalmangels in den vergangenen drei Monaten ein zeitweiliger Aufnahmestopp“, so Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie.

 

Befragt wurden die Leistungskräfte auch zur Einschätzung aktueller Gesetzesvorhaben und zum Bürokratieabbau.

 

>> Zur Presserklärung des DIP vom 25.05.2018 (PDF)

 

>> Pflegethermometer 2018 | Mai 2018 | Hrg. Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (PDF)

 

Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Bundesregierung bestellt Andreas Westerfellhaus

 

29.04.18 Der langjährige Vorsitzende des Deutschen Pflegerates (DPR), Andreas Westerfellhaus, wurde in Nachfolge von Karl-Josef Laumann, zum neuen Pflegebeauftragten bestellt.

 

Er kündigte an, sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Pflegekräften und die Unterstützung von pflegenden Angehörigen zu engagieren und setzt sich für die Einführung von Pflegekammern ein.

 

>> Zur Presserklärung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 17.04.2018 (Link)

Gesundheitsausschuss des Bundestages

Anträge zur Personalsituation in der Pflege

 

19.04.18 Gleich mit 2 Anträgen befasste sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages in seiner gestrigen Sitzung. Sie wurden vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN  und der LINKEN eingebracht. Die in der Bundesarbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrtspflege (BAGFW) kooperierenden Verbände unterstützen die Anträge weitgehend.

 

In den Anträgen werden Maßnahmen im Bereich der  Ausbildung, der Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit, zum Wiedereinstieg und zur Weiterqualifizierung von Pflegehelfern zu Fachkräften gefordert.

 

Bei den LINKEN beinhaltet der Antrag auch Forderungen zum Mindestlohn in der Pflege in Höhe von 14,50 Euro/Stunde, einen bundeseinheitlichen verbindlichen Personalschlüssel im Tag- und Nachtdienst sowie die Streichung des Unternehmerrisikos.

Zur Finanzierung sollen die Mittel des Pflegevorsorgefonds genutzt werden.

 

In der Stellungnahme der BAGFW, die weitgehend positiv auf die Vorschläge reagiert, wird die Streichung des Unternehmerrisikos allerdings abgelehnt. Für eine kurz-, mittel- und langfristige Vorgehensweise werden in der Stellungnahme der BAGFW auch eigene Vorschläge formuliert.

 

>> Antrag Bündnis 90 / Die Grünen (PDF)  >> Antrag Die Linke (PDF)  >> Stellungnahme der BAGFW  (PDF) >> Bericht zur Sitzung | Auszug aus dem Newsletter "Heute im Bundestag" (PDF)

Apfel. Zukunft. Achtsamkeit. Führung 4.0

1. Paritätischer Gesundheitskongress in Kooperation mit der BGW

25.02.18 Gesundes Arbeiten und die zunehmende Digitalisierung auch im Bereich der Sozialwirtschaft, stehen im Mittelpunkt des Kongresses, der am 24.04.2018 in Heidelberg, stattfindet. Dabei werden erprobte Konzepte, innovative Ideen, gute Praxisbeispiele und Übungen vorgestellt.

Um diese und die folgenden Themen geht es bei dem Gesundheitskongress:

  • Erfolgsfaktor Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Gesunde Führung und Kultur
  • Psychische Belastungen erkennen und vermeiden
  • Unternehmen der Zukunft: Die Digitalisierung als Chance

>> Mehr Informationen und Anmeldung auf der Seite der Paritätischen Akademie Süd

Bestandsaufnahme

Rechte pflegebedürftiger Menschen

17.02.18 Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat einen neuen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) geförderten Report "Rechte pflegebedürftiger Menschen" veröffentlicht.

 

Der ZQP-Report "Rechte pflegebedürftiger Menschen" bietet eine Bestandsaufnahme aus Wissenschaft und Praxis zu Rechten pflegebedürftiger Menschen. In Fachbeiträgen und Experteninterviews werden aktuelle Entwicklungen aufgezeigt und diskutiert. Daneben werden die Ergebnisse einer ZQP-Befragung zur Pflege-Charta, Handlungshilfen für die Praxis sowie Initiativen vorgestellt, die sich den Rechten pflegebedürftiger Menschen widmen und weitere Impulse zu deren Umsetzung geben können.

 

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ist eine bundesweit tätige, operative und gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin. Das ZQP wurde vom Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. errichtet.

 

>> ZQP-Report "Rechte pflegebedürftiger Menschen" | 02-2018 | Hrg. Zentrum für Qualität in der Pflege (PDF)

 

>> Internetseite ZQP "Rechte pflegebedürftiger Menschen" (Link)

Paritätischer zur GroKo-Einigung in der Pflege

Geplante Verbesserungen bei weitem nicht ausreichend

01.02.18 Aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands sind die von Union und SPD vereinbarten Verbesserungen bei der Pflege nicht annähernd ausreichend, um den Pflegenotstand wirksam zu beheben.

 

Die Verständigung auf die Einführung flächendeckender Tarifverträge sei unbedingt zu begrüßen, doch müsse dies konsequenterweise auch auf die Häusliche Krankenpflege ausgeweitet werden. Auf keinen Fall dürfe die Umsetzung mit einer finanziellen Mehrbelastung der Pflegebedürftigen einhergehen, warnt der Verband. Die angekündigten 8.000 neuen Stellen dürften, so der Paritätische, zudem nur ein Einstieg sein. Der Verband verlangt eine Vereinbarung auch dazu, wie und bis wann insgesamt 100.000 zusätzliche Pflegekräfte gewonnen und finanziert werden sollen.

 

>> zur kompletten Pressemeldung (Link)

EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO)

PARITÄTISCHER unterstützt seine Mitgliedsorganisationen bei der Umsetzung

 

28.01.18 Der PARITÄTISCHE unterstützt mit zwei zentralen Informationsveranstaltungen in Mainz und Saarbrücken seine Mitglieder bei der Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung. Diese finden am 09. März in Mainz und am 10.04.2018 in Saarbrücken statt. Daneben gibt es entsprechende Weiterbildungsangebote der Paritätischen Akademie Südwest.

 

Die Einladung zu den Informationsveranstaltungen erfolgt mittels Rundschreiben an die Mitgliedsorganisationen.

 

>> Zu den Weiterbildungsangeboten

 

>> Fragebogen zur Umsetzung der DS-GVO zum 25. Mai 2018 – Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

Expertise und Präambel veröffentlicht

 

25.01.18 Die Präambel zur Expertise von Dr. Wingenfeld und Prof. Büscher „Strukturierung und Beschreibung pflegerischer Aufgaben auf der Grundlage des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs“ wurde vom Beirat beschlossen.

 

Der Link zu Expertise wurde in Pflegeinform schon im Dezember unter „Materialien“ eingestellt. Nunmehr ist auch die vom Beirat zur Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff beschlossene Präambel veröffentlicht.

 

>> Präambel und Expertise auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit (Link)

Paritätische Bewertung der Sondierungsgespräche

Notwendige Verbesserungen durchführen – Belastung der Pflegebedürftigen reduzieren!

 

23.01.18 Insbesondere die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Bezahlung sowie Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung in der Pflege sind aus Sicht des PARITÄTISCHEN in der nächsten Legislaturperiode umzusetzen. Die vorgesehene Entlastung in der medizinischen Behandlungspflege wird begrüßt, aber für nicht ausreichend bewertet.

 

Die Bewertung des PARITÄTISCHEN im Einzelnen:

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege sowie Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung: Diese dringend benötigten Verbesserungen dürfen nicht zu einer weiteren finanziellen Belastung der Pflegebedürftigen führen. Im Gegenteil, die Belastung muss bereits deutlich und schnell gesenkt werden. Die Pflegeversicherung soll grundsätzlich 85% der Kosten für pflegebedingte Aufwände ambulant und stationär übernehmen, so dass die Eigenanteilsquote in allen Pflegegraden 15% beträgt.  
  • Die Aussage, dass Tarifverträge für die Altenpflege flächendeckend zur Anwendung kommen sollen, muss auch für das SGB V gelten.
  • Eine Entlastung bei der medizinischen Behandlungspflege in Pflegeeinrichtungen mit 8000 geförderten Fachkraftstellen geht in die richtige Richtung. Es ist jedoch bei weitem zu wenig. Wir gehen von einem Kostenvolumen von derzeit ca. 3 Mrd. Euro für die medizinische Behandlungspflege in stationären Einrichtungen aus. 8000 Stellen entsprächen lediglich ca. 400 Mio Euro. Bei ca. 13.000 stationären Pflegeeinrichtungen entspricht das Stellenvolumen nur einem Anteil von 0,6 VZ pro Einrichtung. Zudem muss gewährleistet sein, dass zusätzlich geförderte Stellen nicht auf den bestehenden Personalkörper angerechnet werden dürfen und dass der Einsatz nicht zu einer weiteren Fragmentierung der Versorgung führt - etwa wie bei den zusätzlichen Betreuungskräften nach § 43b SGB XI.
  • Wir begrüßen, dass die jetzt in der Entwicklung befindlichen Personalbemessungsinstrumente nach § 113c SGB XI verbindlich eingeführt werden sollen. Für den Übergang fordern wir, dass die gegenwärtig höchstbemessenen Personalschlüssel deutschlandweit umgesetzt werden.
  • Zu einer Ausbildungsoffensive muss aus unserer Sicht gehören, dass eine Anschubfinanzierung für die Pflegeschulen zur Umsetzung der generalistischen Ausbildung verbindlich eingeführt wird und dass die Auszubildenden nicht mehr auf den Personalschlüssel angerechnet werden.
  • Eine "Konzertierte Aktion Pflege", welche die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Angeboten zur Entlastung für pflegende Angehörige (Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, Tagespflege) zum Ziel hat, muss die Einführung eines flexibel in Anspruch zu nehmenden "Entlastungsbetrags" im Blick haben, der sich u.a. aus den Leistungsbeträgen dieser Stapelleistungen zusammensetzt. Unerwähnt bleibt bisher, dass auch die Pflegeberatung und die Schulung pflegender Angehörigen ausgebaut werden muss.

Gänzlich unbeachtet blieb im Sondierungsergebnis, dass weitere Maßnahmen zur Verwirklichung des neuen Pflegeverständnisses in den Einrichtungen erforderlich sind, dass es eine starke und handlungsfähige Kommune braucht, um im demografischen Wandel die Politik für ältere Menschen vor Ort wirkungsvoll weiterzuentwickeln und dass es der Gestaltung einer guten Digitalisierung in der Pflege bedarf, am besten, indem ein "Runder Tisch" dazu eingerichtet wird.

Fachbericht zur Stärkung der Arbeit der Pflegekräfte veröffentlicht

Unterstützung für Pflegekräfte und Einrichtungen

 

22.12.17 Heute wurde ein im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) erstellter Fachbericht veröffentlicht, der die Aufgaben der Pflege auf der Grundlage des seit 1. Januar 2017 geltenden Pflegebedürftigkeitsbegriffs erläutert.

 

Der Fachbericht beschreibt die pflegerischen Aufgaben mit Blick auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und erläutert, wie die Selbständigkeit von pflegebedürftigen Menschen noch besser als bisher gestärkt und die Pflege auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Familien ausgerichtet werden kann. Autoren des Berichts sind Dr. Klaus Wingenfeld von der Universität Bielefeld und Prof. Dr. Andreas Büscher von der Hochschule Osnabrück.

 

>> Zur Pressemitteilung des BMG mit dem Fachbericht zum Download (Link)

Der PARITÄTISCHE Rheinland-Pfalz/Saarland

Neuer Landesvorstand gewählt

Neuer Vorstand (Bild: Jens Stoewesand)

17.11.17 In der Mitgliederversammlung des Paritätischen Rheinland-Pfalz | Saarland e.V. im CFK in Spiesen-Elversberg wurde heute der ehrenamtliche Vorstand des Landesverbandes neu gewählt. Gaby Schäfer, Staatssekretärin a.D., übernimmt den Vorsitz für die nächsten vier Jahre. 

 

Zu der alle vier Jahre stattfindenden Wahl waren Vertreter aller 580 Mitgliedsorganisationen aufgerufen, auch einen Nachfolger für Prof. Reiner Feth, der nach 20 Jahren den Vorsitz abgibt, zu bestimmen.


Mit überwältigender Mehrheit wurde Gaby Schäfer, ehemalige Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie im Saarland, das Amt zugesprochen. Als ihre Stellvertreter wurden Prof. Reiner Feth und Wilbert Peifer ernannt.

 

Gaby Schäfer sagte nach der Wahl: „Ich bin sehr glücklich und auch geehrt, dieses wichtige und schöne Amt von Herrn Prof. Feth übernehmen zu dürfen. Zusammen mit dem neu gewählten Vorstand werde ich versuchen, auch in Zukunft die tolle Arbeit des Paritätischen ganz im Sinne unserer knapp 600 Mitglieder in Rheinland-Pfalz und im Saarland voranzubringen.“

 

Des Weiteren wurden in den Landesvorstand gewählt:


• Oliver Backhaus (Geschäftsführer der Mainzer Alten- und Wohnheime gGmbH)
• Ulrich Commerçon (Minister, Vorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bundes Saarbrücken)
• Thomas Dane (Vorstandsvorsitzender des Saarländischen Schwesterverbandes e.V., Ottweiler)
• Prof. Reiner Feth (Rektor der Kath. Hochschule für Soziale Arbeit i.R.)
• Stefan Hellmann ( Geschäftsführer des Pfälzischen Vereins für soziale Rechtspflege
e.V. ,Zweibrücken)
• Irmgard Jochum (Leiterin des Arbeitskreises Betreutes Wohnen e.V. Saarbrücken)
• Astrid Koch (Vorstand der Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift)
• Jochen Krentel (Geschäftsführer der Westerwald Werkstätten gGmbH)
• Dr. Armin Kuphal (Dozent für Soziologie an der Universität des Saarlandes i.R., ehem. Vorstandsvorsitzender Paritätisches Bildungswerk LV RLP/SAL e. V.)
• Prof. Dr. Langguth (Professor an der HTW Saarbrücken, Gründungsmitglied des AAL-Netzwerks Saar)
• Bernhard Müller (Landesvorsitzender der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Saarland)
• Isabella Müller-Jakobs (Mitglied der Geschäftsleitung der Pro Seniore Unternehmensgruppe Saarbrücken)
• Wilbert Peifer (Geschäftsführer des HTZ Neuwied i.R., Mitglied im Vorstand des Landesverbandes für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. Rheinland-Pfalz)
• Dothea Schäfer (Landrätin im Landkreis Mainz-Bingen)
• Winfried W. Weber (Geschäftsführer der Gem. Gesellschaft für Behindertenarbeit im Westerwald, Geschäftsführer i. Tz. des Vereins für Behindertenarbeit e.V.)
• Monika Zindorf (Vorsitzende des LV der Angehörigen psychisch Kranker in RLP e. V, Mainz)

Barmer-Pflegereport 2017

Zu wenige Betreuungsplätze für junge Pflegebedürftige

17.11.17 In Deutschland fehlen bundesweit tausende Betreuungsplätze für junge Pflegebedürftige. Das geht aus dem aktuellen Pflegereport der BARMER hervor.

 

Demnach gibt es laut einer repräsentativen BARMER-Umfrage bei Pflegebedürftigen unter 60 Jahren, beginnend mit dem frühen Kindesalter, etwa 4.000 teilstationäre und rund 3.400 Kurzzeitpflegeplätze zu wenig. Zudem können junge Pflegebedürftige häufig nicht so wohnen, wie sie es bevorzugen, weil die entsprechenden Angebote fehlen.

 

Weitere Informationenbaus dem Pflegereport:  Höhe der Eigenanteile von Heimbewoher, Anzahl der Pflegebedürftigen, der Stellen in der Pflege sowie von Heimplätze.

 

>> Zur kompletten Pressemeldung der BARMER (Link)

 

>> Barmer Pflegereport 2017 | 09.11.2017 | Hrg. BARMER Hauptverwaltung (PDF

Fachkraftquote II

Fachtagung diskutiert Perspektiven, Möglichkeiten und Grenzen

 

11.11.17 „Was machen wir mit der Fachkraftquote: Ganz ohne oder ganz anders oder weiter wie bisher!?“ Unter diesem Titel steht die 5. Berliner Runde zur Zukunft der Pflege, zu der die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der nord-rhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann gemeinsam eingeladen haben. Im Fokus stand die Frage nach dem Umgang mit der Fachkraftquote angesichts des demografischen Wandels und der Herausforderung, genügend Fachkräfte für die Pflege gewinnen zu können.


Ministerin Bätzing-Lichtenthäler erklärte: „Pflegebedürftige Menschen, die in stationären Einrichtungen leben, haben einen Anspruch auf die bestmögliche Pflege. Deshalb müssen wir in eine gute Ausbildung und gute Arbeitsbedingungen in der Pflege investieren.

 

Auch die Fachkraftquote ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema, dem sich Rheinland-Pfalz stellt. Die konstruktive Diskussion mit namhaften Expertinnen und Experten in der Berliner Runde zur Zukunft der Pflege hat gezeigt, dass es keine einfachen Lösungen geben wird. Deshalb begrüße ich sehr, dass sich die Partner der Pflege in Rheinland-Pfalz in einem gemeinsamen Arbeitsprozess auf die Umsetzung von Modellen verständigt haben, in deren Fokus die Sicherung der Pflege- und Betreuungsqualität auch mit einem veränderten „Personalmix“ steht. Es ist für mich jedoch unverzichtbar, dass diese Modelle einen Mehrwert für die Bewohnerinnen und Bewohner erbringen und nicht nur auf die Behebung der Personalnot abzielen. Solange keine in ihrer Wirkung nachweisbaren und wissenschaftlich belastbaren Alternativen beschrieben werden, ist in Rheinland-Pfalz die Fachkraftquote von fünfzig Prozent mit den gesetzlich gegebenen Gestaltungsmöglichkeiten die geltende Orientierungsgröße.“

 

Die Gründe, die für eine Flexibilisierung der Fachkraftquote sprechen wurden von Regine Schuster, PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz und stv. Vorsitzende des PARITÄTISCHEN Rhld.-Pfalz/Saarland dargelegt. Demgegenüber stellte Sandra Postel von der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz dar, welche Gründe für die Beibehaltung der Fachkraftquote sprechen. Weitere Referate erfolgten durch Vertreter der Pflegewissenschaft sowie von KDA.

 

In Vertretung von Minister Laumann begrüßte Staatssekretär Dr. Edmund Heller die zahlreich erschienenen Gäste. Dr. Heller machte deutlich, dass die derzeitige Fachkraftquote aus dem alten Heimrecht des Bundes nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhe. Er wies darauf hin, dass der Bundesgesetzgeber dieses Defizit im Rahmen der Pflegestärkungsgesetze erkannt und einen verbindlichen Prozess zur Erarbei-tung von Personalbemessungsinstrumenten bis zum Jahr 2020 eingeleitet habe. „Von diesem Prozess erhoffe ich mir auch Erkenntnisse zu einer sinnvollen und zukunftsfähigen Personalstruktur. Den Ergebnissen dieses Prozesses wollen wir nicht vorgreifen, aber Impulse für die Diskussion geben. Klar ist auch: Wir werden kein Risiko zu Lasten der Pflegebedürftigen in den Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen eingehen. Bis die Ergebnisse der Studie vorliegen, werden daher auch wir die Fachkraftquote von fünfzig Prozent beibehalten“, erklärte der nordrhein-westfälische Staatssekretär.


Bätzing-Lichtenthäler und Dr. Heller dankten allen Referentinnen und Referenten der Berliner Runde, dass sie in einer kontroversen Debatte den zukunftsorientierten Pro-zess in der Pflege mit ihrer Kompetenz, ihren Ideen und Impulsen bereichert haben. Beide Politiker betonten, dass das große fachliche Interesse an der Veranstaltung zeige, dass die Diskussion um die Fachkraftquote ganz nah am Puls der Zeit sei und diese Frage offensichtlich polarisiere. „Wir freuen uns, dass wir dazu beitragen können, Forderungen und Positionen kontrovers und offen zu diskutieren und in einen echten Austausch zu gehen“, so Bätzing-Lichtenthäler und Dr. Heller „Wir sind uns einig, dass die Fachkraftquote auf keinen Fall im Sinne eines Qualitätsdumpings pauschal gesenkt werden darf. Dies wäre eine bewusste Inkaufnahme einer Pflege ‚zweiter Klasse‘.“

 

>> Ausführliche Tagungsunterlagen (Link)

Fachkraftquote I

PARITÄTISCHER ruft zur sachlichen Auseinandersetzung auf

 

09.11.17 Die Diskussion um die sogenannte „Fachkraftquote in der stationären Pflege“ muss nach Ansicht des PARITÄTISCHEN auf einer fachlich fundierten Basis erfolgen.

 

Diese ist nach Einschätzung von Michael Hamm, Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN, Rheinland-Pfalz/Saarland, bislang nicht gegeben. Weder eine reine Absenkung, noch das Festhalten an Quote, deren Grundgesamtheit von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, ist zielführen, so Hamm.

 

In einem Positionspier des Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland, welches in enger Abstimmung mit den Trägern stationärer Einrichtungen erarbeitet wurde, wird darauf hingewiesen, dass eine Diskussion über notwendige berufliche Qualifikationen auch hinsichtlich des deutlich erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriffes notwendig ist.

 

Die Zahl der Pflegefachkräfte muss sich an der zwischenzeitlich gesetzlich klarer gefassten „Vorbehaltsaufgaben“ für Pflegefachkräfte orientieren. Wieviel Pflegefachkräfte sind zur Erbringung dieser Aufgaben erforderlich? Dazu gibt es bislang keine gesicherten pflegewissenschaftliche Erkenntnisse. Letztlich sind  – auch vor dem Hintergrund der Reform der Pflegeberufe – neue ordnungsrechtliche Vorgaben für den Personaleinsatz notwendig. Dabei muss der Einsatz von zweijährig ausgebildeten Pflegeassistenten in angemessener Weise berücksichtigt werden.

 

Dies alles erfordert einen pflegepolitischen und pflegewissenschaftlichen Diskurs, an dessen Ende  neue ordnungspolitischen Vorgaben stehen müssen.

 

>> Positionspapier „Ausbildungsqualität steigern – Personalvorgaben für die Pflege harmonisieren“ (PDF)

Prüfbericht des BVA

Umstellung auf Pflegegrade weitgehend problemlos

 

17.10.17 Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat die praktische Umsetzung der Regelungen des PSG II schwerpunktmäßig bei zwölf Pflegekassen geprüft. Dabei zeigte sich, dass es bei der Überleitung von Pflegestufen auf Pflegegrade zu keinen gravierenden Problemen gekommen ist.

 

Auch die Prüfung der Umsetzung der Regelungen des Besitzstandsschutzes bei der Inanspruchnahme von Leistungen der vollstationären Pflege im Zusammenhang mit der Einführung des einrichtungseinheitlichen Eigenanteils führte nur zu geringen Fehlerfeststellungen.

 

Zu den Ergebnissen der Prüfung erklärte der Präsident des BVA, Frank Plate: „Insgesamt ist festzustellen, dass die neuen gesetzlichen Regelungen überwiegend gut umgesetzt wurden. Lediglich die Qualität der Bearbeitung der Rentenversicherungspflicht der Pflegepersonen, die auch in der Vergangenheit häufiger zu Fehlerfeststellungen führte, muss noch weiter verbessert werden. Dieses Thema wird daher auch weiterhin im Fokus der Prüfungen des Prüfdienstes des BVA stehen.“

 

>>  Presseerklärung des BVA vom 02.10.17 (LInk/PDF)

 

>>  Erfahrungsbericht über die Prüfungen nach § 46 Absatz 6 Satz 2 SGB XI zu den Schwerpunktthemen Überleitung von Pflegestufen in Pflegegrade, Besitzstandsschutz und Übergangsrecht zur sozialen Sicherung von Pflegepersonen | 30.08.2017 | Hrg. Bundesversicherungsamt (Link/PDF)

Positionspapier des DBfK

Gemeinsames Lohnniveau für Pflegefachkräfte

 

17.10.17 Der DBfK Nordwest fordert eine Entlohnung, die sich mindestens auf dem Niveau des TVöD bewegt.  In diesem Zusammenhang seien die gesetzlichen Vorgaben zügig umzusetzen, so dass die Kostenträger die dadurch entstehenden Personalkosten in Vergütungsverhandlungen in vollem Umfang anerkennen müssen und sie dadurch voll refinanzieren werden können.

 

>> Zum Positionspapier des DBfK (Link/PDF)

Ausschreibung

BGW - Nachwuchspreis

 

02.10.17 Auszubildende in der Pflege können sich ab sofort um den BGW Nachwuchspreis 2018 bewerben. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) stiftet diesen Preis im Rahmen des Deutschen Pflegepreises.

 

>> Zur Pressemeldung der BGW (Link)

Pflegestärkungsgesetze

Bundesregierung zum Stand der Umsetzung

26.09.17 Die Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Stand Umsetzung der Pflegestärkungsgesetze enthält etliche Lücken, aber auch einige interessante Details.

 

Nach Aussage Bundesregierung, die sich auf Aussagen des GKV-Spitzenverbandes stützt, wurden in fast allen Bundesländern die Personalschlüssel verbessert. Belastbares Zahlenmaterial wurde allerdings nicht geliefert. Die solitären Kurzzeitpflegeplätze haben sich um 2,1% verringert, während sich die Zahl der eingestreuten Plätze um 11,8% erhöht hat.

 

Thematisiert wurde auch die Behandlungspflege in stationären Einrichtungen, welche im Gegensatz zu dem ambulanten Bereich nicht von den Krankenversicherungen übernommen wird, sondern vom Pflegebedürftigen im Rahmen der Eigenanteile selbst zu tragen ist. Die Antwort dazu wurde, vor dem Hintergrund der mit dieser Frage verbundenen erheblichen Belastungen für die Pflegebedürftigen, vom PARITÄTISCHEN als "äußerst dürftig" bewertet.

 

In der Kleinen Anfrage werden weiterhin folgende Themen behandelt:

 

 - Entlastungsbetrag 45b SGB XI  - Tages- und Nachtpflege - Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung - Personalbemessungsverfahren - Finanzierung (der Pflegeversicherung) - Neues Begutachtungsverfahren - Private Pflegeversicherung, private Pflegezusatzversicherung - Tarifliche Bezahlung.

 

>>  Kleine Anfrage zur Umsetzung der Pflegestärkungsgesetze der Bundesregierung  - Drucksache 18/13453 (Link)

MDS veröffentlicht Begutachtungsergebnisse

44% der Antragsteller bleiben unter Pflegegrad 2

 

22.09.17 Der Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) hat heute in einer Pressemitteilung aktuelle Zahlen zur Begutachtung nach dem neuen Begutachtungsverfahren veröffentlicht.

 

Die Zahlen beziehen sich nach auf die Pflegebegutachtungen der Medizinischen Dienste (MDK) vom 1. Januar bis 31. Juli 2017. In diesem Zeitraum haben die MDK insgesamt 536.000 Antragsteller auf Pflegeleistungen erstmals begutachtet. 

Zwar wurden bei 432.000 Begutachteten ein Pflegegrad festgestellt, betrachtet man aber die Zahl der Menschen, die keine Einstufung nach in einen Pflegegrad (PG) erhielten und die der Menschen, die lediglich eine Einstufung in PG 1 erhielten und damit nur in einem sehr geringen Umfang auch Leistungen der Pflegeversicherung, so kommt man auf eine Quote von 44,2%.

Begutachtungsempfehlungen bei Erstbegutachtung*

Anzahl

Erstbegutachtung

nicht

pflege-

bedürftig

PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
536.000 19,3% 24,9% 34,5% 14,9% 4,8% 1,6%

* Quelle MDS

>> Zur Pressemeldung des MDS vom 22.09.2017

In eigener Sache

Pflegeinform wird "PARITÄTISCH"

 

21.09.17 Der Informationsdienst Pflegeinform, der seit gut 2 Jahren online ist, wird nunmehr vom PARITÄTISCHEN geführt. Die Rechte der Marke Pflegeinform® gehen von dem bisherigen Betreiber auf den PARITÄTISCHEN Rheinland-Pfalz / Saarland über.

 

Hintergrund der Rechteübertragung ist die langfristige Absicherung des gut eingeführten und mittlerweile etablierten Pflege-Informationsdienstes. Der bisherige Betreiber Harald Kilian wird auch weiterhin die Seite redaktionell betreuen. Er wird künftig unterstützt durch die  Altenhilfereferentin Regine Paulus und den Altenhilfereferenten Stephan Tennhardt.

Pflegetransparenzvereinbarung

Aktuelle Durchschnittsnoten im Vergleich

 

15.09.17 Die Datenclearingstelle (DCS) getragen von den Verbänden der Pflegekassen, veröffentlicht regelmäßig die sogenannten „Pflegenoten“. Auch wenn deren Aussagekraft fachlich  umstritten sind, so werden die Pflegenoten in der öffentlichen Diskussion immer wieder herangezogen und zitiert.

 

Ambulante Pflegedienste

Bereiche Rhld.-Pfalz Saarland Bundesschnitt
Pflegerische Leistungen 1,9 1,2 1,5
Ärztlich verordnete Leistungen 1,7 1,3 1,5
Dienstleistung und Organisation 1,3 1,1 1,1
Gesamtergebnis 1,5 1,1 1,3
 
Befragung der pflegebedürftigen Menschen 1,0 1,0 1,0

Stationäre Pflegeeinrichtungen

Bereiche Rhld.-Pfalz Saarland Bundesschnitt
Pflege und Medizinische Versorgung 1,9 1,2 1,5
Umgang mit Demenzkranken Bewohnern 1,7 1,3 1,1
Soziale Berteuung und Alltagsgestaltung 1,3 1,1 1,1
Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene 1,5 1,1 1,0
Gesamtergebnis 1,5 1,1 1,2
 
Befragung der pflegebedürftigen Menschen 1,0 1,0 1,0

Einschätzungen und Reaktionen

Studie zu „Gewalt in der Pflege“

 

10.09.17 Die Veröffentlichung der Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) hat, zumindest im Saarland, für Schlagzeilen gesorgt. Die Studie basiert auf der Auswertung von 402 Fragebogen, die von Beschäftigten stationärer Pflegeeinrichtungen beantwortet wurden.

 

In einem Fachartikel der Zeitschrift „Die Schwester der Pflege“ 9|17 kommt man zu dem Schluss, dass die Befragungsergebnisse „in mehrfacher Hinsicht methodisch limitiert“ sind. Dies gelte für das Prinzip der Zufallsstichprobe, die keine Verteilung der Angaben auf unterschiedliche Einrichtungen oder Berufsgruppen zulässt. Auch wurde kein einheitliches Gewaltverständnis zugrunde gelegt. Die Fragen seien weitgehend deskriptiv (Anm. Redaktion: sachlich darstellend) angelegt und lassen keine Erkenntnisse zu Ursachen oder Gründen von beschrieben Einschätzungen zu. Dennoch  gäbe die Studie, auch im Kontext mit anderen Untersuchungen, wichtige Hinweise zu dem Umgang mit dem Thema „Gewalt in der stationären Langzeitpflege“.

 

Im Saarland hat die Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) im Jahr 2014 eine große Fachveranstaltung zur „Gewalt durch Pflege“ durchgeführt. Sehr viele Pflegeheimen im Saarland nutzten die Möglichkeit sich zu informieren, auszutauschen und Anregungen für die eigene Angebote und Aktivitäten zu erhalten. Ein Vorschlag der SPG, gemeinsam mit den medizinischen Diensten der Krankenversicherung (MdK) und der Heimaufsicht ein „Gewalt-Monitoring“ zu installieren um daraus gemeinsam Maßnahmen abzuleiten, wurde nicht aufgegriffen. In der Sitzung des Landespflegeausschusses am 13.06.2017 erklärten, auf Nachfrage der SPG, die Vertreter von Heimaufsicht und MdK, dass keine justiziablen Gewaltereignisse in der jüngsten Vergangenheit zu verzeichnen waren. Das Thema „unangemessener Umgangston“, dass der Pflegebeauftrage Bender auch in  Artikel der Saarbrücker Zeitung am 07.09.17 benannt hat, wurde allerdings von ihm auch schon in dieser Sitzung angesprochen.

 

Die Teilnehmer der „Trägerkonferenz Pflege“ des PARITÄTISCHEN Rheinland-Pfalz-Saarland, welche am 07.09.2017, am Tag der Pressemeldung der Saarbrücker Zeitung (SZ), durchgeführt wurde, zeigten sich empört über den journalistischen Umgang mit dem Thema. „Hier werden alle unsere Bemühungen junge Menschen für den Beruf zu gewinnen mit einer reißerischen Berichterstattung zunichte gemacht“ so ein Teilnehmer. Anstoß nahm man vor allem an den Überschriften und dem Bild mit dem umgekippten Rollstuhl. „Diese Eindrücke bleiben hängen und diskreditieren die Branche weiter“ so ein andere Teilnehmerin. Es gab aber auch andere Reaktionen, so mahnte ein Teilnehmer an: „Wir müssen unsere Bemühungen zur Qualitätsentwicklung und zur Gewaltvermeidung mehr als bisher nach außen verdeutlichen.“ Hingewiesen wurde auf das Projekt zur Reduzierung von freiheitsentziehenden Maßnahmen im Saarland, welches nachweislich zu einer signifikanten Verringerung von gerichtlich angeordneten Maßnahmen geführt hat.

 

>> Fachartikel „Eine fast alltägliche Erfahrung“ der Zeitschrift Die Schwester Der Pfleger 9|17 (PDF) Hinweis der Redaktion: es handelt sich um eine gkürzte Fassung der Studie, welche erst Mitte September auf der Hompage des ZQP veröffentlicht werden soll.

 

>> ZQP - Befragung „Gewalt in der stationären Langzeitpflege" (PDF)

 

>> ZQP Report Gewaltprävention in der Pflege (Link)

 

>> Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 07.09.2017 (PDF)

 

>> Bericht der Saarländischen Pflegegesellschaft zur Fachtagung „Gewalt durch Pflege – Erkenntnisstand und Prävention (Link)

 

Kommentar

Der Dampfhammer ist unangebracht

 

Mit Recht beklagen sich die Vertreter der Pflegeheime im PARITÄTISCHEN über die Aufmachung des Berichtes in der Saarbrücker Zeitung. Auch kann man die journalistische Qualität wie ein derart differenziertes und diffiziles Thema abgearbeitet wurde, durchaus in Frage stellen. Dampfhammermethoden führen – gerade in der Pflege, die mit vielfachen Problemen zu kämpfen hat - selten zu einer nachhaltigen Problemlösung.

 

Dennoch: das Thema ist latent und bedarf dauernder Aufmerksamkeit. Verbesserungen sind möglich, dass beweist u.a. die erfolgreiche Absenkung der Anzahl freiheitsentziehender Maßnahmen. Hier haben alle maßgeblichen Akteure u.a. aus dem Sozialministerium, den Trägern von Pflegeheimen und der Richterschaft  zusammengewirkt. Das Projekt wurde erfolgreich begleitet von Pflegebereich der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) und dem Kompetenzzentrum Pflegequalität (KPQ) des PARITÄTISCHEN. Hier kann und sollte man anknüpfen. Neben den Maßnahmen auf der Einrichtungsebene sind verstärkt auch die Schulen gefordert.

 

Nicht zuletzt sind neben den Problemen, immer wieder auch die Erfolge und positiven Entwicklungen im Bereich der stationären Langzeitpflege in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken. Es gilt das - zum Teil negative - Bild der Langzeitpflege durch Fakten zu korrigieren.

 

Harald Kilian

Pflegegehälter

Rheinland-Pfalz und Saarland über Bundesschnitt

 

08.09.17 Nach dem aktuellen Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegen die mittleren Gehälter von Pflegekräfte in den beiden Bundesländern über dem Bundesschnitt. Dies gilt sowohl für die Pflegefachkräfte, als auch für Pflegekräfte.

 

Angegeben sind die Bruttomonatsentgelte im Mittel (Median)

  Pflegefachkraft Pflegekraft
Deutschland 2.621 Euro 1.871 Euro
Rheinlad-Pfalz 2.721 Euro 1.888 Euro
Saarland 2.728 Euro 2.088 Euro

Zum Vergleich: Der Pflegemindestlohn beträgt bei einer 40 Std.-Woche und einer durchschnittlichen Monatsarbeitszeit von 172 Stunden rund 1.754 Euro.

 

Das Medianentgelt aller Vollzeitbeschäftigten über alle Berufsgruppen in Deutschland liegt bei 3.133 Euro.

 

Hinweis: Der Median, über den hier berichtet wird, ist im Allgemeinen nicht mit Durchschnittswerten gleichzusetzen. Der Median teilt eine nach der Höhe der Entgelte sortierte Häufigkeitsverteilung in zwei gleich große Teile und steht damit in der Mitte der Verteilung.

 

>> Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit Stand 07.06.2017

Arbeitsbedingungen für die Pflege

Arbeitshilfe für die Praxis veröffentlicht

 

30.08.17 Gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit hat das Freiburger Institut "AGP Sozialforschung" eine Arbeitshilfe für Arbeitgeber in der Pflegewirtschaft erstellt, die Schlüsselfaktoren für gute Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege aufzeigt.

 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Pflegekräfte leisten eine unverzichtbare Arbeit für unsere Gesellschaft. Dafür haben Sie Dank und Anerkennung, vor allem aber gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung verdient. Deshalb haben wir die Bezahlung nach Tarif gestärkt, unterstützen Pflegeeinrichtungen beim Bürokratieabbau, sorgen für zusätzliche Betreuungskräfte und dafür, dass die Pflegeeinrichtungen vor Ort ihre Personalausstattung verbessern können. Die nun entwickelte Arbeitshilfe soll für Arbeitgeber in der Pflege Ansporn und Hilfe zugleich sein, ihren Mitarbeitern ein gutes Arbeitsumfeld zu bieten."

 

>> Pressemeldung „Gute Arbeitsbedingungen für die Pflege“ mit Downloads „Arbeitshilfe für eine erfolgreiche Personalarbeit in der Langzeitpflege“ | 22.08.2017 | Hrg. Bundesministerium für Gesundheit (Link)

Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung

„Pflegereform macht mehr Personal in Pflegeheimen möglich“ 

 

03.08.17 Die neue Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Ingrid Fischbach setzt sich für mehr Personal in Pflegeeinrichtungen ein. Ein häufig genannter Faktor für gute Arbeitsbedingungen ist ihrer Meinung nach eine angemessene Personalausstattung.

 

Häufig höre sie von Pflegekräften oder Betreibern Klagen über Zeitdruck und Überlastung, weil nicht genügend Beschäftigte in der jeweiligen Einrichtung vorhanden sind. In einem Schreiben an sämtliche Verbände der Kosten- und Einrichtungsträger fragt die Parlamentarische Staatssekretärin nun nach, was die Akteure vor Ort tun, um die Personalausstattung in Heimen zu verbessern. „Das neue Pflegeverständnis nach den großen Pflegereformen gelingt nur mit mehr Personal. Ich werde deshalb die Pflegeselbstverwaltung in die Pflicht nehmen, den Pflegebedürftigkeitsbegriff auch in den vollstationären Pflegeeinrichtungen 

Pflegeeinrichtungen vernünftig umzusetzen. Das geht nur mit angepassten Personalschlüsseln – also aktualisierten Landesrahmenverträgen“, sagt die Pflegebevollmächtigte.    

 

>> Pressemitteilung und weiteren Informationen    

Fakten zum Thema FEM

Rückgang freiheitsentziehender Maßnahmen

 

03.08.17 Die Zahl richterlich verfügter freiheitsentziehender Maßnahmen (FEM) ist seit 2011 stark rückläufig, wobei Rheinland-Pfalz und das Saarland unter dem Bundesdurchschnitt bleiben.

 

Verfahren betreffend unterbringungsähnlicher Maßnahmen gem. § 1906 Abs.4 BGB:

  2011* 2015*

Veränderung

in Prozent

Bund

89.074 59.945 - 33%
Rheinland-Pfalz 4.902 3.590 - 27%
Saarland 1.876 1.430 - 24%

Quelle: Antwort der Bundesregierung zur Anfrage der Grünen zum Thema „Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Altenpflege“ Drucksache 18/13176 vom 25.07.2017 

 

Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleinen Anfrage der Fraktion der Grünen hervor. Auch sonst enthält die Antwort viele fachlich interessante Fakten, Hinweise und Aspekte zum Thema FEM.

 

>> Antwort der Bundesregierung zur Anfrage der Grünen zum Thema „Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Altenpflege“ Drucksache 18/13176 vom 25.07.2017 

Umfrage Bertelsmann Stiftung

Was ist den Deutschen bei einem Pflegeheim wichtig?

27.07.17 55 Prozent der Deutschen sehen bei Pflegeheimen und -diensten starke Qualitätsunterschiede. Nahezu zwei Drittel der Befragten befürchten besonders, dass es in den Einrichtungen zu wenig Personal gibt. 

 

Unter denjenigen, die bereits nach Pflegemöglichkeiten gesucht haben – immerhin jeder Dritte über 50 Jahre – ist diese Sorge noch größer: Hier schätzen 73 Prozent die Anzahl des Personals in Pflegeheimen als "eher schlecht" oder "sehr schlecht" ein. Dabei steht insbesondere für diese erfahrenen Pflegeheimsuchenden die Personalsituation auf Platz zwei der wichtigsten Auswahlkriterien – gleich hinter der Qualität der Pflege.

 

>> Pressemitteilung Bertelsmannstiftung | weiterführende Informationen (Link)

Bundestagswahl 2017

Was sagen die Wahlprogramme zu ‚Pflege‘?

 

27.07.17 Der Wahlkampf hat begonnen, die großen Parteien stellen ihre Wahlprogramme zur Diskussion. Der DBfK hat die zwischen 76 und 248 Seiten umfassenden Texte auf für beruflich Pflegende relevante Aussagen hin überprüft und in einer Synopse einander gegenüber gestellt.

 

Für welche Abgeordneten die Ampel auf Grün und den Einzug in den Bundestag springt, entscheidet am 24. September der Wähler. Der Wahlkampf hat längst begonnen, die Parteien haben ihre Wahlprogramme intern abgestimmt und veröffentlicht. Wie schon 2013 hat der DBfK auch jetzt wieder die umfangreichen Texte danach abgeklopft, was die im aktuellen Bundestag vertretenen Parteien zu ‚Pflege‘ sagen und für den Fall ihrer Regierungsbeteiligung ankündigen. Herausgekommen ist eine 14-seitige Synopse mit Zitaten zu Themen, die für beruflich Pflegende relevant und interessant sind,

 

>> Vergleich der Parteiprogramme in Bezug auf Pflegethemen (PDF) | 27.07.2017 | Hrg. Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)

 

>> Zur Internetseite "Informationen des DBfK zur Bundestagswahl 2017"

Fachkräfteengpassanalyse

Flächendeckender Fachkräftemangel in der Altenpflege

 

14.07.17 Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihren aktuellen Bericht zur Fachkräftesituation veröffentlicht. Sie stellt dabei einen flächendeckenden Mangel an Fachkräften für die Altenpflege fest.

 

Dieser fokussiert sich auf examinierte Fachkräfte und Spezialisten und zeigt sich ausnahmslos in allen Bundesländern. In keinem Bundesland stehen rechnerisch ausreichend arbeitslose Bewerber zur Verfügung, um damit die der BA gemeldeten Stellen zu besetzen.

 

>> Zum Bericht der Bundesagentur

Einigung auf Bundesebene

Mindestlöhne in der Pflege sollen steigen

 

10.05.17 Die Pflegemindestlohn-Kommission hat sich auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege geeinigt: Ab 1. Januar 2018 soll der Mindestlohn auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten steigen.

 

In zwei Schritten soll er bis Januar 2020 weiter wachsen und dann 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten betragen. Davon profitieren gerade Pflegehilfskräfte.

 

Die geplanten Erhöhungsschritte im Einzelnen:

 

   West                              Ost

   Höhe   Steigerung         Höhe        Steigerung

ab 01.11.2017 10,20 €               - %      9,50 €                  - %

ab 01.01.2018 10,55 €            3,4 %   10,05 €            5,8 %

ab 01.01.2019 11,05 €            4,7 %   10,55 €            5,0 %

ab 01.01.2020 11,35 €            2,7 %   10,85 €            2,8 %

 

>> zur Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales "Der Mindestlohn wirkt"

Projekte

Integration von Flüchtlingen in der Pflege

 

21.04.17 Im Rahmen eines Projektes des Deutschen Caritasverbandes wurden u.a. Videoclips in arabischer Sprache mit deutschen Untertiteln erstellt. Dazu gibt es eine Webseite mit arabischsprachigen Informationen zum Thema Ausbildung in der Pflege.

 

>> Zur Internetseite des Caritasverbandes

Seniorenorganisationen informieren

Neue Broschüre zur Verbraucherschlichtung

 

06.03.17 Unter dem Titel „Konflikte im Heim? – Verbraucherschlichtung als Chance“ wurde von den Seniorenorganisationen BAGSO und BIVA eine neue Broschüre veröffentlich

 

Wenn es bei einer vertraglichen Meinungsverschiedenheit keine einvernehmliche Lösung gibt, können Pflegeheimbewohner vor Gericht gehen – mitunter jedoch ein langes, aufwändiges und teures Verfahren. Nun gibt es auch für diese Fälle eine Alternative, nämlich die Möglichkeit einer außergerichtlichen Schlichtung, so die Seniorenorganisationen in einer Presseerklärung vom 02.03.2017.

 

Über diese informiert die neue Broschüre, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) in Zusammenarbeit mit der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) herausgegeben wird.

 

>> Zur Interseite der BAGSO

Aktuelle Untersuchung des BIBB

Personal in Pflegeberufen

 

12.02.17 Die „Berufstreue“ im Arbeitsfeld ist  „Pflege- und Gesundheitsberufe ohne Approbation“ liegt nach einer Untersuchung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIPP) deutlich über anderen Berufsgruppen. Auch die Abbruchquote im Bereich der Altenpflegeausbildung ist – jedenfalls im Saarland – auf niedrigen Niveau.

 

Dieses widerspricht deutlich den Einschätzungen vieler sogenannter Experten, die öffentlich das Bild von massenhafter „Berufsflucht“ und horrenden Abruchquoten im Bereich der Altenpflegeausbildung malen.

 

Aktuelle Zahlen zum Verbleib im Arbeitsfeld (BIPP)

Den Anteil der Personen, die im Feld ihres erlernten Berufes bleiben wird als sogenannte „Stayer-Quote“ bezeichnet.

Erwerbspersonen, die einen Pflege oder Gesundheitsberuf erlernt haben, wechseln im Vergleich zu anderen Berufsfeldern seltener ihren Beruf. 2013 lag die Stayer-Quote bei 74,4 Prozent. Dies ist im Vergleich mit der durchschnittlichen Stayer-Quote von etwa 46,7 Prozent vergleichsweise hoch. Nur in den Sicherheitsberufen (79,3%), den Gesundheitsberufen mit Approbation (83,8 %) und sozialen Berufen (76 %) war sie noch höher.

 

Aktuelle Zahlen zu den Abbruchquoten im Bereich der Altenpflegeausbildung im Saarland

Die „zuständige Stelle für „Altenpflegeausbildung im Saarland (ZSA)“, angesiedelt bei der Saarländischen Pflegegesellschaft (SPG) hat einen kompletten Ausbildungsjahrgang hinsichtlich des Abbrecherverhaltens analysiert; dabei wurde eine Abbrecherquote von 13,2 % ermittelt. 77,5 % der Abbruchfälle erfolgten im ersten Ausbildungsjahr (Stichwort: „Probezeit“). Lediglich 2,86 % der Auszubildenden haben während der Ausbildung den Ausbildungsbetrieb gewechselt.

 

Trotz positiver Zahlen aktuelle Probleme

Auch wenn die datenmäßige Ausgangslage vergleichsweise günstig ist, klagen viele Pflegeeinrichtungen über Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Fachkraftstellen. Zu erklären ist dies möglicherweise mit der spezifischen Berufsgruppe Altenpflege, die eine Teilmenge der Pflege- und Gesundheitsberufe darstellt.  Auch sind große regionale Unterschiede feststellbar. Besonders problematisch stellt sich die Situation in der Grenzregion zu Luxemburg und in den Ballungsräumen Rhein/Main dar.

 

Langfristig droht eine deutliche Verschärfung der Probleme

Wird die aktuelle Entwicklung allerdings fortgeschrieben, so droht bereits für das Jahr 2025 ein flächendeckender Personalengpass, so das BIBB. Für das Jahr 2035 würden dann sogar  ca. 270.000 Beschäftigte fehlen.

Das BIPP sieht folgende Faktoren  die das Problem entschärfen könnten.

 

Positive Lohnentwicklung erforderlich

Für Personen, die einen bestimmten Beruf erlernt haben, ist u.a. ausschlaggebend, wie sich der Lohn im eigenen Berufsfeld im Vergleich zu dem in anderen mit der Qualifikation möglichen Beschäftigungsfeldern entwickelt. Bis zum Jahr 2035 würden unter dem derzeitigen Preissetzungsverhalten die Löhne für das Pflege- und Gesundheitspersonal ohne Approbation weniger ansteigen als der Referenzlohn für diese Gruppe. Dadurch steigen die Anreize, das Berufsfeld zu verlassen; gleichzeitig sinkt der Anteil derer, die im Feld ihres erlernten Berufs verbleiben, die sogenannte Stayer-Quote.

 

Verstärkte Ausbildung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Da Personen, die einen Pflege- oder Gesundheitsberuf ohne Approbation erlernen, ihrem Berufsfeld gegenüber sehr loyal sind, sollte vor allem in die Ausbildung in diesem Bereich verstärkt investiert werden. Um das Berufsfeld attraktiv zu gestalten, spielt nicht zuletzt die Vergütung eine Rolle, aber auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen sind Beispiele anderer wichtiger Einflussfaktoren für die zukünftige Fachkräftesicherung.

>> Zur Presseerklärung „Das Pflege- und Gesundheitspersonal wird knapper“ des BIPP

Pflegestatistik Deutschland 2015

2,86 Millionen Pflegebedürftige

 

31.01.17 Die Zahl pflegebedürftiger Menschen hat sich damit innerhalb von 10 Jahren um rd. 34% gesteigert. Den größten Zuwachs verzeichnet die Statistik in der Gruppe der Pflegebedürftigen, die zu Hause versorgt werden.

Von 2013 auf 2015 stieg die Zahl der Pflegebedürftigen um 8,9%. Die Zahl der reinen Pflegegeldbezieher stieg um 11,1% und die Zahl der Pflegebedürftigen, die auch über einen ambulanten Dienst versorgt werden um 12,4%. Die vollstationäre Dauerpflege verzeichnete einen Zuwachs von 2,1%.

Quelle Statistisches Bundesamt Pflegestatitik 2015 | Grafik Pflegeinform

 

>> Pflegestatistik - Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung - Deutschlandergebnisse |  16. Januar 2017 | Hrg. Statistisches Bundesamt

 

>> Zum Bericht Pflegestatistik Saarland 2015

Wechsel beim PARITÄTISCHEN

Wolfgang Krause verabschiedet – Michael Hamm begrüßt

 

26.01.17 Nach über 30 Jahren im Paritätischen Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland geht Wolfgang Krause zum 1. Februar 2017 in den Ruhestand. Seine Nachfolge als Landesgeschäftsführer übernimmt Michael Hamm.

 

Bei den beiden Neujahrsempfängen des Paritätischen in Saarbrücken (20.01.2017) und in Mainz (27.01.2017) wurde das Wirken Wolfgang Krauses von engen Partnern und Weggefährten aus Politik, den Verbänden und der Sozialwirtschaft gewürdigt und Michael Hamm als neuer Landesgeschäftsführer herzlich willkommen geheißen. 

Wolfgang Krause hat seit 1986 die Geschicke der Sozialpolitik im Saarland und in Rheinland-Pfalz maßgeblich mitgeprägt. Neben zahlreichen Ehrenämtern war er seit 1989 Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V., als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege mit knapp 600 Mitgliedsorganisationen, in denen mehr als 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sind.

 

Für seine Nachfolge wurden bereits frühzeitig die Weichen gestellt: Michael Hamm stand seit 2009 als Referent der Landesgeschäftsführung zur Seite und übernahm 2013 die stellvertretende Landesgeschäftsführung im Landesverband.

Im Zeitraum der Landesgeschäftsführung von Wolfgang Krause ist die Zahl der Mitgliedsorganisationen von damals 276 auf über 600 Mitgliedsorganisationen und die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesverband ist von knapp zehn auf nunmehr 63 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen. Es entstand in diesem Zeitrahmen eine „Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit“ mit fast 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und eine „Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe“ mit 12 Altenhilfeeinrichtungen mit über 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In diesem Zeitraum ist auch die Zahl der Beteiligungen an verschiedenen sozialen Einrichtungen von ursprünglich fünf auf nunmehr 13 Einrichtungen angewachsen.

Für seine ehrenamtlichen Verdienste (Vorsitzender der Verbraucherzentrale des Saarlandes, Aufsichtsratsvorsitzender der Saarländischen Schwesterngesellschaft, Mitglied im Vorstand des VDK Bundesverband & Landesverband Saarland und aktuell deren stellvertretender Vorsitztender, seit mehreren Jahren war er stellvertretender Vorsitzender des Rundfunkrates des Saarländischen Rundfunks; seit 2016 hat er den Vorsitz inne) wurde ihm 2014 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Sozialpolitik

Siebter Altenbericht veröffentlicht

 

20.12.16 Der Siebte Altenbericht der Bundesregierung ist seit dem 11. November 2016 als Bundestags-Drucksache 18/10210 allen Interessierten zugänglich.

 

Der Bericht trägt den Titel "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften". Er zeigt auf, was die Politik auf lokaler Ebene tun kann, um für alle Menschen ein gutes Leben im Alter zu ermöglichen. Dabei werden insbesondere die Handlungsbereiche gesundheitliche Versorgung, pflegerische Versorgung, Wohnen sowie Mobilität in den Blick genommen.

 

 >> Internetseite Deutsches Zentrum für Altersfragen 

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