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Pflegeselbstverwaltung Saarland

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Unter der "Pflegeselbstverwaltung Saarland" versteht man die mit der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben beauftrage Organisationen und Gremien. U.a. sind dies die Verbände der Leistungserbringer auf der Landesebene zusammengeschlossen in der Saarländischen Pflegegesellschaft, die Landesverbände der Pflegekassen, die Sozialhilfeträger und die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung auf der Landesebene sowie der Landespflegeausschuss.

Aktuelles

Krankenhausnachsorge gem. § 39c SGB V

Nun doch Einigung im Saarland

 

28.06.18 Nach dem Scheitern der Verhandlungen im März ist konnte nunmehr doch ein einheitlicher Rahmenvertrag zwischen den Krankenkassen im Saarland und der Saarländischen Pflegegesellschaft (SPG) vereinbart werden.

 

Die Vergütung orientiert sich an der Vergütung der jeweiligen Einrichtung in Höhe des Pflegegrades 3. Es ist ein Gremienvorbehalt bis 12.07.2018 vorgesehen, wobei von einer Zustimmung ausgegangen wird. Die Träger können über ihre Verbände dem Rahmenvertrag beitreten.

Medizinische Versorgung in Pflegeeinrichtungen

Modellprojekt SaarPHIR in der Umsetzung

 

14.06.18 Die ersten Versorgergemeinschaften  sind in der Pilotregion Saarbrücken in Gründung. Eine eigene Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland (KVS) informiert umfassend über das Modellprojekt.

 

Zielsetzung des Projektes ist durch die Gründung von Versorgergemeinschaften und verbesserten Abstimmungsprozessen zwischen Pflegeeinrichtungen und Ärzten u.a. die Zahl nicht notwendiger Krankenhauseinweisungen zu vermeiden und zu einer verbesserten Arzneimitteltherapiesicherheit zu kommen.

 

>> Flyer SaarPHIR (PDF)

 

>> Internetseite SaarPHIR (Link)

Stationäre Pflege Saarland

Entwicklung bei der Einstufung nach Pflegegraden

 

28.03.18 Die Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) führt in stationären Pflegeeinrichten  ein Monitoring zu der Entwicklung der Einstufung nach Pflegegraden durch. Das Monitoring dient unter anderem zur Vorbereitung der Verhandlung über neue Personalschlüssel im Saarland. Nun liegen die Ergebnisse für das Jahr 2017 vor.

 

Danach wird eine höhere Zahl von pflegebedürftigen Menschen in den Pflegegraden 1 – 3 registriert und eine Reduzierung der Anzahl von Pflegebedürftigen ohne Pflegegrad sowie der Pflegegrade 4 und 5.

Entwicklung der Einstufung nach Pflegegraden in 2017

 

  Pflegebedürftige Prozentuale Einstufung nach Pflegegraden 
Datum

Gesamtzahl

Ohne 

 1 2 3 4 5
01.01.2017 9.403 4,79% 0,53% 22,82% 27,16% 27,68% 17,02%
01.12.2017 9.894 2,02% 2,01% 23,98% 30,38% 27,04% 14,56%
Veränderung   - 2,77% + 1,48% + 1,16% + 3,22% - 0,64% - 2,46%

Quelle: Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) mit geringfügigen Rundungsabweichungen  >> zu den Einzelergebnissen (Link)

Modellprojekt SaarPHIR

Verbesserte Abstimmung zwischen Medizin und Pflege

 

28.03.18  Wie die medizinische Versorgung von Bewohnern in deutschen Altenpflegeeinrichtungen optimiert werden kann, wird ab dem 1. April 2018 mit einem Projekt namens „SaarPHIR“ im Saarland getestet. SaarPHIR steht für „Saarländische Pflegeheimversorgung Integriert Regelhaft“ und ist möglich dank einer Förderung aus dem Innovationsfonds des Bundes in Höhe von 5,5 Millionen Euro.

 

Durch den Fonds werden Projekte gefördert, die neue Erkenntnisse zur Verbesserung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung bringen. SaarPHIR ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland, der Saarländischen Pflegegesellschaft sowie der Krankenkassen. Die Konsortialführerschaft des drei Jahre dauernden SaarPHIR-Projekts liegt bei der BARMER.

 

Die aktuelle medizinische Versorgung von Pflegeheimbewohnern ist davon gekennzeichnet, dass unterschiedliche Ärzte zu unterschiedlichen Zeiten mit eher kurzen sowie nicht immer abgesprochenen Anwesenheitszeiten ins Heim kommen. Standards der Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und Pflegeheimen sind nur vereinzelt vorhanden. SaarPHIR optimiert die strukturierte Zusammenarbeit von Arzt und Pflegeheim. Bei dem Projekt bilden niedergelassene Ärzte regionale Versorgerteams, die für die Altenpflegeeinrichtungen verfügbar und erreichbar sind. Den Ärzten wiederum stehen geschulte Pflegekräfte als Ansprechpartner zur Verfügung. Gemeinsam erstellen sie für die Bewohner individuelle Versorgungspläne, die die Arzneimitteltherapiesicherheit besonders beachten. Fall- und Teambesprechungen zwischen Ärzten und Pflegekräften ermöglichen, eine gemeinsame Sicht auf den Pflegeheimbewohner einzunehmen. Behandlungsschritte können besser als bisher abgestimmt werden.

 

>> Zur Pressemitteilung SaaPHIR (PDF)

 

Hinweis: am 10.04.2018 findet die für die Pilotregion Saarbrücken Stadt eine erste Informationsveranstaltung statt. Die Einrichtungen werden direkt über die Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) eingeladen.

Krankenhausnachsorge gem. § 39c SGB V

Vertragsverhandlungen im Saarland gescheitert

 

11.03.18 Bei den Verhandlungen ging es um eine einheitliche, kassenübergreifende Vereinbarung für die Krankenhausnachsorge im Saarland für Menschen, die nicht Pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind.

 

Die schwierige Situation von Patienten, die zum Beispiel nach einer schweren Operation noch nicht in die Häuslichkeit zurück kehren können, soll durch Leistungen der Krankenkassen (nicht die der  Pflegekassen) abgemildert werden. Die Leistungshöhe orientiert sich dabei an den Leistungen der Kurzzeitpflege gem. SGB XI.

 

Da die Pflegebedarfe unterschiedlich hoch sind und auch im Verlauf des Aufenthalts in einer Kurzzeitpflege abnehmen können, verhandelte man über eine Pauschale, die sich an den Vereinbarungen im SGB XI orientiert. Konkret forderten die Leistungsanbieter eine Orientierung in der Mitte der Pflegegradskala (PG 3,5) und waren bis zu einer Orientierung am PG 3 gesprächsbereit. Die Kassen boten eine Vergütung orientiert am PG 2 und für „Extremfälle“ am PG 3 an. Eine Vereinbarung war nicht möglich.

 

In der Folge sind die Leitungsanbieter gehalten nach eigener Einschätzung eine Kalkulation des pflegerischen Aufwandes zu erstellen und auf dieser Grundlage ihre Leistung anzubieten. Der einzelne Versicherte muss dann mit seiner Kasse die Rückerstattung klären.

Landespflegeausschuss Saarland

Kritische Hinweise zur Kurzzeitpflege

02.01.18 Die zum Teil unbefriedigende Situation in der Kurzzeitpflege hat den Landespflegeausschuss veranlasst eine „AG Kurzzeitpflege“ einzusetzen.

 

Diese soll zunächst Transparenz über regionale und zeitlichen Bedarfe herstellen, um dann den Landespflegeausschuss geeignete Maßnahmen vorzuschlagen.

 

Hintergrund ist die Klage des Pflegebeauftragen Jürgen Bender über Versorgungsengpässen insbesondere zu Urlaubszeiten. Daneben wiesen die Vertreter der Saarländischen Pflegegesellschaft (SPG) auch auf die unklare leistungsrechtlichen Bedingungen der Krankenhausnachsorge gem. § 39c SGB V hin. Hier würden sich die Krankenkassen gegen landeseinheitliche Rahmenverträge mit angemessenen Vergütungen sperren.

 

In der Sitzung am 05.12.2017 wurde Guido Fries (Leiter Referat D3 Sozialministerium) als neuer Vorsitzender des Landespflegeausschusses gewählt. Stellvertreter ist weiterhin Harald Kilian (Paritätischer Wohlfahrtsverband).

Häusliche Krankenpflege

Gemeinsame Informationsveranstaltung KV und SPG

 

15.09.17 Erstmalig führen Kassenärztliche Vereinigung Saarland (KV) und Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) am 27.09.2017 eine gemeinsame Informationsveranstaltung durch. Anlass ist die Einführung eines neuen Formulars zur Verordnung der häuslichen Krankenpflege gem. § 37 SGB V.

 

Die Verordnungs- und Genehmigungsproblematik ist seit Jahren „Dauerbrenner“ in der ambulanten Pflege und hat in der Vergangenheit zu vielen Ärgernissen und einem hohen Verwaltungsaufwand geführt.

 

Mit der Einführung des neuen Formulars, das sich, nach Meinung der Praktiker, gegenüber der bisherigen Fassung um einiges verbessert hat, soll die Chance genutzt werden, die Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegediensten zu verbessern.

 

Die gemeinsame Veranstaltung ist auch Ausdruck der in der letzten Jahren gewachsenen guten Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen.

 

>> Einladungsflyer (PDF)

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