Paritätischer bringt Erfahrungen der Wohlfahrtspflege in Corona-Enquete ein
Der Paritätische Gesamtverband hat sich in einer Anhörung der Enquete-Kommission des Bundestages zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie für eine stärkere Berücksichtigung sozialer Folgen und vulnerabler Gruppen ausgesprochen.
Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ hat sich in einer öffentlichen Anhörung mit den Themen Arbeitswelt, soziale Sicherung, soziale Resilienz und Care-Arbeit befasst. Als Sachverständige war auch die Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes, Katja Kipping, eingeladen.
Im Mittelpunkt ihres Beitrags standen die Erfahrungen und Herausforderungen vulnerabler Gruppen während der Pandemie. Der Paritätische machte deutlich, dass die sozialen Auswirkungen von Krisen künftig stärker in den Blick genommen werden müssten. Gleichzeitig wurden die Erfahrungen der Wohlfahrtspflege bei der Unterstützung benachteiligter Menschen und bei der Aufrechterhaltung sozialer Angebote eingebracht.
Nach Auffassung des Verbandes sollte die Aufarbeitung der Pandemie nicht allein gesundheitspolitische Aspekte betrachten. Ebenso wichtig seien die Folgen für soziale Teilhabe, soziale Sicherungssysteme, Familien, pflegende Angehörige und Beschäftigte in sozialen Berufen. Ziel müsse es sein, die gesellschaftliche Resilienz für zukünftige Krisen zu stärken.
Die Enquete-Kommission wurde vom Deutschen Bundestag eingesetzt, um die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie systematisch auszuwerten und Empfehlungen für den Umgang mit zukünftigen pandemischen Ereignissen zu erarbeiten. Der Abschlussbericht soll bis Mitte 2027 vorliegen.


