Digitalisierung & Telematik

Aktuelle Nachrichten und Einordnungen zur Digitalisierung in der Pflege, insbesondere zur Telematikinfrastruktur und zu digitalen Anwendungen in Pflegeeinrichtungen.

Nachrichten

2. Februar 2026
22.04.2026 | Online | kostenfrei | Veranstalter: Paritätische Akademie Süd
11. Januar 2026
Im Caritas-Seniorenhaus Hasborn unterstützt ein Putzroboter die Reinigung. Der digitale Helfer soll Personal entlasten und Hygiene sichern.
von Redaktion 9. Dezember 2025
Der GKV-Spitzenverband hat auf seiner Website das aktualisierte „Gemeinsame Rundschreiben Institutionskennzeichen“ gültig ab 02/2026 veröffentlicht.
von Redaktion 4. Dezember 2025
Die Broschüre bietet einen kompakten Überblick über die einheitlichen Regelungen für alle gesetzlichen Pflegekassen sowie ergänzende kassenartspezifische Hinweise und Kontaktstellen. Sie dient als Orientierung für Leistungserbringer, die Fragen zum elektronischen Datenaustausch und zur Abrechnung nach SGB XI haben.

Akteure & Informationen

Praxisnahe Informationen zur Telematik in der Pflege

Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege
Zentrale Anlaufstelle für Pflegeeinrichtungen mit praxisnahen Informationen zur Telematikinfrastruktur, zu Anwendungen der digitalen Gesundheitsversorgung sowie zu Umsetzungsschritten und Unterstützungsangeboten für die Pflege.

Zentrale Steuerung der Telematikinfrastruktur
gematik
Nationale Agentur für digitale Medizin mit Informationen zur Telematikinfrastruktur, zu Anwendungen und Vorgaben der digitalen Gesundheitsversorgung sowie zur Einbindung der Pflege in das Gesundheitssystem.

Datenaustausch und Abrechnungsverfahren in der Pflege

GKV-Datenaustausch >

Technischen Anlagen zu den Richtlinien des Datenaustauschverfahrens | weitergehende hilfreiche Informationen, Tipps und Hinweise!

Unterstützung von Mitgliedsorganisationen | Projekte zur Digitalen Kommunikation

Paritätischer GV | # GleichImNetz >

Veranstaltungen, Werkzeugkoffer, Textsammlung KI, Checklisten

Einordnung: Telematikinfrastruktur


Die Telematikinfrastruktur (TI) ist das besonders geschützte digitale Netzwerk für das Gesundheits- und Pflegewesen. Sie bildet die technische Grundlage für eine sichere, sektorenübergreifende Kommunikation und den elektronischen Datenaustausch, etwa für Nachrichten, Abrechnungsdaten oder perspektivisch auch Informationen aus der elektronischen Patientenakte.


Pflegeeinrichtungen sind gesetzlich verpflichtet, sich bis zum 1. Juli 2025 an die Telematikinfrastruktur anzubinden. Ziel ist es, die digitale Zusammenarbeit zwischen Pflege, Krankenversorgung und Kostenträgern schrittweise zu verbessern und administrative Prozesse zu vereinfachen.

Voraussetzung für die Teilnahme an der TI ist neben der technischen Anbindung eine eindeutige Authentifizierung. Pflegefachpersonen benötigen hierfür einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), der über das elektronische Gesundheitsberufsregister (eGBR) beantragt wird. Für die Einrichtung selbst ist zusätzlich eine Institutionskarte (SMC-B) erforderlich. Hard- und Softwarelösungen werden in der Regel über angebundene Softwareanbieter bereitgestellt.


Zur Unterstützung bei der Umsetzung wurde ein TI-Ressourcenpool, dieser aufgebaut (Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege). Dieses digitale Informationsangebot richtet sich insbesondere an stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen und bietet praxisnahe Hinweise zu technischen Voraussetzungen, organisatorischen Fragen und zur Einführung der TI im Versorgungsalltag. An der Konzeption waren maßgebliche Akteure der Pflege beteiligt, darunter Träger- und Herstellerverbände sowie die gematik. Ergänzend finden sich dort Informationen zur Finanzierung und zu Fördermöglichkeiten.


Zur besseren Vergleichbarkeit von Angeboten haben die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und FINSOZ e. V. gemeinsam mit Softwareherstellern ein Standardangebot entwickelt. Dieses unterstützt Pflegeeinrichtungen bei der Bewertung von Angeboten und bei der Vorbereitung des TI-Anschlusses. Ein entsprechendes Musterformular kann kostenfrei über FINSOZ bezogen werden.


Der elektronische Datenaustausch mit Kranken- und Pflegekassen unterliegt verbindlichen technischen und organisatorischen Vorgaben. Die Technische Arbeitsgruppe der gesetzlichen Krankenversicherung hat hierzu grundlegende Festlegungen erarbeitet, unter anderem zum Datenaustausch nach § 105 SGB XI sowie zur Nutzung der Institutionskennzeichen (IK-Nummern). Ergänzend stellt der GKV-Spitzenverband Positionsnummernverzeichnisse bereit, die insbesondere für Abrechnung, Softwarelösungen und Schnittstellen relevant sind.


Die gematik trägt die Gesamtverantwortung für die Telematikinfrastruktur als zentrale Plattform für digitale Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen (§ 306 SGB V). Auf den speziell für die Pflege aufbereiteten Informationsseiten finden sich weiterführende Materialien, darunter Erklärvideos, häufige Fragen und Downloads für stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen.

Einordnung: Künstliche Intelligenz in der Pflege


Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet digitale Anwendungen, die darauf ausgelegt sind, Informationen zu analysieren, Muster zu erkennen und Aufgaben teilautomatisiert zu unterstützen. Auch im Pflegebereich gewinnt KI zunehmend an Bedeutung, etwa zur Strukturierung von Arbeitsprozessen, zur Unterstützung administrativer Tätigkeiten oder zur Aufbereitung von Informationen.


Für Pflegeeinrichtungen steht dabei der praktische Nutzen im Vordergrund. KI-Anwendungen können unter anderem bei der Dokumentation, im internen Wissensmanagement, in der Kommunikation oder in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Gleichzeitig berührt der Einsatz von KI zentrale ethische, rechtliche und datenschutzrechtliche Fragestellungen, da Pflegeeinrichtungen Verantwortung für besonders schutzbedürftige Personengruppen tragen.


Der Einsatz von KI steht daher im Spannungsfeld zwischen Effizienzgewinnen, Qualitätsanforderungen und dem Schutz personenbezogener Daten. Einrichtungen sind gefordert, Einsatzmöglichkeiten sorgfältig zu prüfen und den rechtlichen Rahmen sowie fachliche und organisatorische Voraussetzungen zu berücksichtigen.


Zur Orientierung und Unterstützung stellt der Paritätischer Gesamtverband ein spezielles Angebot für Mitgliedsorganisationen bereit. Unter dem Titel #GleichImNetz werden Projekte zur digitalen Kommunikation gebündelt, die auch den verantwortungsvollen Einsatz von KI thematisieren.


Das Angebot umfasst unter anderem Veranstaltungen, einen Werkzeugkoffer, Textsammlungen zum Einsatz von KI sowie Checklisten. Diese unterstützen Pflegeeinrichtungen dabei, KI-Anwendungen einzuordnen, bewerten und – sofern sinnvoll – praxisgerecht einzusetzen.


Die auf dieser Seite zusammengestellten Informationen sollen Pflegeeinrichtungen dabei unterstützen, Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz einzuordnen und mögliche Einsatzfelder im eigenen Verantwortungsbereich zu prüfen.