Krisenvorbereitung und Katastrophenschutz

Aktuelle Nachrichten und fachliche Einordnungen zur Vorbereitung auf Krisen- und Katastrophensituationen in Pflegeeinrichtungen.

Nachrichten

8. Januar 2026
Der Berliner Stromausfall offenbart Defizite der Krisenvorsorge. Der DBfK fordert, Pflegefachpersonen systematisch einzubinden und zu stärken.
16. Dezember 2025
Der Der Paritätische Gesamtverband hat Eckpunkte für eine solidarische Krisenvorsorge im Sozial- und Gesundheitswesen vorgelegt. Ziel ist es, künftige Krisen besser zu bewältigen und dabei soziale Dienste, Pflegeeinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure systematisch einzubeziehen.
von Paritätischer Gesamtverband | Fachinfo 30. September 2025
Hitzewellen, Extremwetter und ihre Folgen treffen vor allem vulnerable Gruppen – ältere Menschen, Pflegebedürftige und sozial Benachteiligte. Der Paritätische fordert daher verbindliche Notfallpläne und sieht die Klimaanpassung künftig als zentrale Aufgabe sozialer Arbeit.
von Redaktion 27. Mai 2025
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW hat den Paritätischen Landesverband NRW darüber informiert, dass es Hinweise auf einen bundesweiten Diphtherie-Ausbruch gibt.

Akteure & Informationen

Handreichungen zur Krisen- und Katastrophenvorsorge

Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) >
Fachliche Handreichungen zur Vorbereitung auf und Bewältigung von Krisen und Katastrophen in der ambulanten und stationären Pflege mit praxisnahen Empfehlungen für Organisation, Versorgungssicherheit und Krisenmanagement.

Katastrophenschutz und Pflege

DRK Sicherheitsforschung >
Analysen und Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Krisen und Katastrophen auf Pflegeeinrichtungen sowie zu Anforderungen an Versorgungsstrukturen und die Resilienz pflegerischer Angebote.

Vorsorge für Krisen und Notfälle

Charité – Universitätsmedizin Berlin  >
Praxisorientierte Broschüre zur Vorsorge bei Krisen, Notfällen und Katastrophen in der häuslichen Pflege mit konkreten Hinweisen für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegedienste.

Einordnung: Krisenvorbereitung und Katastrophenschutz


Die Krisen und Katastrophen der vergangenen Jahre – darunter die COVID-19-Pandemie, das Hochwasser im Jahr 2021 sowie regionale Stromausfälle – haben Pflegeeinrichtungen vor erhebliche organisatorische und strukturelle Herausforderungen gestellt. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und einer veränderten Sicherheitslage ist davon auszugehen, dass solche Ereignisse künftig eher zunehmen werden.


In Deutschland wird eine sichere und störungsfreie Stromversorgung vielfach als selbstverständlich wahrgenommen. Gleichzeitig steigen durch Digitalisierung und digitale Vernetzung die Abhängigkeiten von einer funktionierenden Energie- und Kommunikationsinfrastruktur kontinuierlich. Die Ursachen für Störungen oder Ausfälle können dabei vielfältig sein und reichen von technischen Defekten über Extremwetterereignisse bis hin zu externen Krisenlagen.

Gerade in Pflegeeinrichtungen muss auch im Krisenfall die grundlegende Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der betreuten Personen sichergestellt werden. Eine systematische Auseinandersetzung mit möglichen Krisenszenarien sowie eine darauf aufbauende technische, materielle und organisatorische Vorbereitung sind daher unverzichtbar.


Der Gesetzgeber hat die Bedeutung der Krisenvorsorge ausdrücklich aufgegriffen. Mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) wurde die Krisenvorsorge für Pflegeeinrichtungen in § 113 Absatz 1 SGB XI   verankert. Auf dieser Grundlage wurden im Jahr 2022 Anforderungen zur Qualitätssicherung in Krisensituationen für die verschiedenen Versorgungsbereiche durch die Pflegeselbstverwaltung vereinbart.