Paritätischer kritisiert Pläne zur Pflegereform scharf

22. April 2026

Reform der Pflegeversicherung 2026

Der Paritätische Gesamtverband hat die bekannt gewordenen Reformüberlegungen aus dem Bundesgesundheitsministerium scharf kritisiert. Hauptgeschäftsführer Joachim Rock warnt, dass zentrale Elemente der Pläne die finanzielle Belastung Pflegebedürftiger weiter erhöhen könnten.


Nach den bislang bekannt gewordenen Eckpunkten zielen die Reformüberlegungen unter anderem darauf ab, die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung zu stabilisieren. Diskutiert werden dabei Maßnahmen wie eine stärkere Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen, eine Begrenzung von Leistungsdynamiken sowie strukturelle Anpassungen bei Leistungsansprüchen. Konkrete Entlastungen für Betroffene sind nach Einschätzung von Verbänden bislang nicht erkennbar.


Vor diesem Hintergrund fällt die Kritik des Der Paritätische Gesamtverband deutlich aus. Rock bezeichnet die Pläne als sozial unausgewogen und warnt davor, dass sie den bestehenden Trend steigender Eigenanteile weiter verschärfen könnten. Bereits heute seien viele Pflegebedürftige finanziell überfordert, insbesondere im stationären Bereich.


In der Einordnung des Verbandes stehen die Reformüberlegungen exemplarisch für eine Politik, die vor allem auf kurzfristige Finanzstabilisierung abzielt, ohne die strukturellen Probleme der Pflegefinanzierung zu lösen. Der Paritätische fordert stattdessen einen grundlegenden Systemwechsel hin zu einer solidarischen Vollversicherung, die pflegebedingte Kosten umfassender absichert und Eigenanteile deutlich reduziert.


Auf regionaler Ebene hat die Saarländische Pflegegesellschaft  (SPG) in der Saarbrücker Zeitung vor einem Anstieg der Eigenbeteiligung für Pflegeheimbewohner gewarnt, sollten  die Pläne von Gesundheitsministerin Warnke so umgesetzt werden.


Zur Pressemitteilung des Paritätischen >

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