Speiseabfälle messen und vermeiden

30. Mai 2026

Im Projekt „Nachhaltig Satt“ des Paritätischen Gesamtverbandes zeigte ein Online-Workshop, wie soziale Einrichtungen Speiseabfälle erfassen und gezielt reduzieren können.


m Rahmen des Projekts „Nachhaltig Satt“ kamen rund 90 Teilnehmende zu einem Online-Workshop zum Thema Speiseabfälle zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Speiseabfälle in Einrichtungen der Sozialen Arbeit gemessen und anschließend gezielt vermieden werden können.

Speiseabfälle sind nicht nur ein ökologisches Problem. Mit jedem entsorgten Lebensmittel gehen auch Ressourcen wie Wasser, Energie, Ackerflächen, Transportaufwand und Geld verloren. Gerade Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung können hier wichtige Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit leisten.


Im Workshop wurde deutlich: Der erste Schritt ist die Messung. Nur wenn bekannt ist, welche Mengen an Ausgaberesten und Tellerresten entstehen, lassen sich Ursachen erkennen und wirksame Maßnahmen ableiten. Als niedrigschwellige Unterstützung wurde unter anderem der kostenfreie „Küchenmonitor“ der Verbraucherzentrale NRW vorgestellt. Das Tool hilft dabei, Speiseabfälle über einen begrenzten Zeitraum zu erfassen und auszuwerten.


Empfohlen wird beispielsweise ein Erhebungszeitraum von zwei Wochen in einem möglichst typischen Küchenablauf. Dazu werden Speiseabfälle gewogen, dokumentiert und anschließend ausgewertet. Die Ergebnisse können Hinweise darauf geben, ob etwa Produktionsmengen, Speiseplanung, Vorratshaltung oder Abwesenheitsmeldungen angepasst werden sollten.


Der Paritätische weist darauf hin, dass im Projekt „Klimaschutz in der Sozialen Arbeit stärken“ für Pflegeeinrichtungen im Jahr 2021 durchschnittlich 167 Kilogramm Speiseabfälle pro Bewohner*innenplatz festgestellt wurden. Das Thema ist damit auch für stationäre Pflegeeinrichtungen von erheblicher praktischer Bedeutung.


Quelle: Der Paritätische Gesamtverband >


Weiterführende Informationen Verbraucherzentrale Nordthein-Westfalen

Das Kantinenprogramm NRW >

Tool Küchenmonitor >


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