20 Millionen Stimmen fordern gerechten Sozialstaat

11. März 2026

Ein breites Bündnis aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden fordert von der Bundesregierung einen Kurswechsel in der Sozialpolitik. Unter dem Motto „20 Millionen Stimmen für einen gerechten Sozialstaat“ verlangen die Organisationen mehr Investitionen in soziale Infrastruktur, Armutsbekämpfung und eine verlässliche Finanzierung sozialer Leistungen.


20 Millionen Stimmen fordern einen gerechten Sozialstaat


Mit einer gemeinsamen Initiative machen Sozial- und Wohlfahrtsverbände auf die Bedeutung eines starken Sozialstaats aufmerksam. Unter dem Motto „20 Millionen Stimmen für einen gerechten Sozialstaat“ bündeln sie die Interessen von rund 20 Millionen Menschen, die in Deutschland in sozialen Einrichtungen arbeiten, dort ehrenamtlich tätig sind oder Leistungen der sozialen Infrastruktur nutzen.

Die Initiative wird von den großen Wohlfahrtsverbänden getragen und richtet sich an Bundesregierung und Parlament. Ziel ist es, die sozialen Sicherungssysteme langfristig zu stärken und die Finanzierung sozialer Leistungen verlässlich abzusichern.


Forderung nach mehr Investitionen in soziale Infrastruktur


Nach Ansicht der Verbände steht der Sozialstaat vor erheblichen Herausforderungen. Steigende Lebenshaltungskosten, wachsende soziale Ungleichheit und der demografische Wandel erhöhten den Druck auf soziale Dienste und Einrichtungen.

Gefordert werden deshalb unter anderem:


  • mehr Investitionen in soziale Infrastruktur,
  • eine wirksame Bekämpfung von Armut,
  • verlässliche Finanzierungsstrukturen für soziale Dienstleistungen sowie
  • stärkere Unterstützung für soziale Einrichtungen und Beschäftigte.


Die Initiatoren betonen, dass soziale Dienste eine zentrale Rolle für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität spielen.


Bedeutung für Pflege und soziale Dienste


Auch Einrichtungen der Pflege sind Teil dieser sozialen Infrastruktur. Sie stehen bereits heute unter erheblichem Druck – etwa durch steigende Kosten, Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen in der Versorgung.

Aus Sicht der Wohlfahrtsverbände braucht es daher eine Sozialpolitik, die soziale Dienstleistungen als zentrale Daseinsvorsorge versteht und entsprechend stärkt.


Quelle: Der Paritätische Gesamtverband >

Infobox: Initiative auf einen Blick


20 Millionen Stimmen für einen gerechten Sozialstaat“


  • Initiative der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege
  • Bündelt die Interessen von rund 20 Millionen Menschen in Deutschland
    (Beschäftigte, Ehrenamtliche und Nutzer sozialer Angebote)


Zentrale Forderungen


  • Stärkung des Sozialstaats und verlässliche soziale Sicherungssysteme
  • Mehr Investitionen in soziale Infrastruktur
  • Wirksame Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
  • Planbare Finanzierung sozialer Dienstleistungen
  • Stärkung der sozialen Dienste und ihrer Beschäftigten


Hintergrund


Soziale Einrichtungen – darunter Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Kindertagesstätten – übernehmen zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge. Die Initiative fordert deshalb, soziale Dienstleistungen politisch stärker zu priorisieren und finanziell nachhaltig abzusichern.


Mitglieder der Allianz

Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland

Arbeiterwohlfahrt

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Deutscher Caritasverband

Deutscher Gewerkschaftsbund

Deutscher Mieterbund

Der Paritätische Gesamtverband

Diakonie Deutschland

IG Metall

Sozialverband Deutschland SoVD

Sozialverband VdK Deutschland

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

Volkssolidarität

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland


Quelle: Der Paritätische Gesamtverband >

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