Extremhitze als Krisenfall: Breites Bündnis fordert besseren Hitzeschutz

10. Juni 2026

Mehr als 150 Organisationen aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft fordern, Hitzeschutz künftig verbindlich in die Krisenvorsorge und den Katastrophenschutz aufzunehmen. Anlass ist der bundesweite Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026, der unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen für Extremhitze“ steht. Die Verbände warnen, dass Deutschland auf länger andauernde und besonders intensive Hitzeperioden bislang nicht ausreichend vorbereitet sei.


Pflegeeinrichtungen besonders gefordert


Für Pflegeeinrichtungen gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Ältere und pflegebedürftige Menschen zählen zu den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Bereits heute führen hohe Temperaturen regelmäßig zu gesundheitlichen Problemen, zusätzlichen Krankenhauseinweisungen und einer erhöhten Sterblichkeit. Gleichzeitig stehen Pflegeeinrichtungen vor der Herausforderung, Bewohnerinnen und Bewohner wirksam vor Hitzefolgen zu schützen und zugleich die Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende sicherzustellen.


Forderung nach verbindlichen Strukturen


Die beteiligten Organisationen verlangen, Extremhitze als eigenständige Krisenlage anzuerkennen und entsprechende Zuständigkeiten im Katastrophenschutz festzulegen. Darüber hinaus seien Investitionen in hitzeresiliente Gebäude, Notfallpläne sowie konkrete Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen sozialen Einrichtungen notwendig. Auch Kommunen müssten stärker unterstützt werden, beispielsweise durch die Schaffung von Kühlräumen, Trinkwasserangeboten und öffentlichen Rückzugsorten während Hitzewellen.


Hitze als zunehmendes Gesundheitsrisiko


Nach Einschätzung der Initiatoren ist Hitze inzwischen das größte klimabedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Wissenschaftliche Prognosen gehen davon aus, dass Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzewellen in den kommenden Jahren weiter zunehmen werden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder keinen ausreichenden Zugang zu kühlen Räumen haben.


Quelle und weitere Informationen: Hitzeaktionstag 2026 / Gemeinsame Pressemitteilung von mehr als 150 Organisationen aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft >

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