Land fördert Konzept für sozialraumorientierte Versorgung in Meisenheim
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Entwicklung eines neuen Versorgungsmodells für ältere Menschen in Meisenheim. Rund 500.000 Euro fließen in die Konzeptentwicklung rund um den geplanten Ersatzneubau des Evangelischen Altenzentrums „Dr.-Carl-Kircher-Haus“.
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Entwicklung eines sozialraumorientierten Versorgungsmodells in Meisenheim mit rund 500.000 Euro. Staatssekretär Dr. Denis Alt übergab den Förderbescheid an die Rheinische Gesellschaft für Diakonie gGmbH.
Die Förderung steht im Zusammenhang mit dem geplanten Ersatzneubau des Evangelischen Altenzentrums „Dr.-Carl-Kircher-Haus“. Ziel ist es, die Versorgung älterer und unterstützungsbedürftiger Menschen in Meisenheim und der Region flexibler, wohnortnaher und stärker an den tatsächlichen Bedarfen auszurichten.
„Wir unterstützen in Meisenheim ein Vorhaben, das Pflege, Wohnen, Beratung und gesellschaftliche Teilhabe neu zusammendenkt“, erklärte Staatssekretär Dr. Denis Alt bei der Übergabe des Förderbescheids. Gerade im ländlichen Raum brauche es tragfähige Modelle, die ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld ermöglichen.
Versorgung stärker vernetzen
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines sozialraumorientierten Versorgungskonzepts, das bestehende Brüche zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung verringern soll.
Geplant sind unter anderem:
- differenzierte Wohn- und Pflegeangebote
- Beratungs- und Case-Management-Strukturen
- Begegnungs- und Teilhabeangebote im Sozialraum
- digitale Unterstützungs- und Assistenzsysteme
Damit soll ein Versorgungssetting entstehen, das soziale Kontakte stärkt, Einsamkeit vorbeugt und unterschiedliche Unterstützungsangebote besser miteinander verbindet.
Marc Schué, Geschäftsbereichsleitung der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie gGmbH, betonte, dass neue Versorgungskonzepte stärker an den konkreten Bedarfen pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet werden müssten. Das Projekt in Meisenheim solle ein Modell entwickeln, das perspektivisch auch für andere Einrichtungen und Regionen im Land Vorbild sein könne.
Wissenschaftliche Begleitung
Die Konzeptentwicklung wird wissenschaftlich begleitet. Als Partner ist das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) eingebunden. Das Institut soll unter anderem:
- regionale Versorgungsbedarfe analysieren
- Ansätze zur Förderung sozialer Teilhabe untersuchen
- Möglichkeiten digitaler Assistenzsysteme bewerten
- übertragbare Good-Practice-Modelle identifizieren.
Nach Angaben des Sozialministeriums soll damit nicht nur die Versorgung in Meisenheim weiterentwickelt werden. Ziel ist es auch, innovative Modelle für die Versorgung im Alter im ländlichen Raum zu erproben und Erkenntnisse für andere Regionen in Rheinland-Pfalz zu gewinnen.
Quelle:
Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz >

