Schwesternverband erhöht Tariflöhne zum 1. August 2026
Der Schwesternverband erhöht die Gehälter seiner Tarifbeschäftigten zum 1. August 2026 um 2,8 Prozent. Gleichzeitig warnt der Träger vor den Folgen geplanter Änderungen bei der Refinanzierung von Tarifsteigerungen.
Der Schwesternverband erhöht zum 1. August 2026 die Gehälter seiner rund 3.300 tarifgebundenen Beschäftigten um 2,8 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr waren die Entgelte nach Angaben des Trägers um durchschnittlich sechs Prozent angehoben worden. Die aktuelle Anpassung orientiert sich am Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes und wurde mit der Gewerkschaft ver.di vereinbart.
Nach Angaben des Schwesternverbandes sei eine faire Bezahlung angesichts der anspruchsvollen Arbeit in Pflege, Betreuung und Verwaltung unverzichtbar. Zugleich kritisiert der Träger die geplanten Änderungen bei der Refinanzierung von Tarifsteigerungen. Hintergrund sind Regelungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, die nach den Plänen der Bundesregierung auch im Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) fortgeführt werden sollen.
Vorstandsvorsitzender Thomas Dane warnt, dass gemeinnützige Pflegeeinrichtungen steigende Tariflöhne dauerhaft nicht aus eigenen Mitteln finanzieren könnten, wenn diese nicht vollständig über die Pflegesätze berücksichtigt werden.
Der Schwesternverband mit Sitz in Ottweiler betreibt nach eigenen Angaben an rund 90 Standorten im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt stationäre Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, ambulante Dienste, Tagespflegen, Kindertagesstätten und Pflegeschulen.
Quelle: Schwesternverband (Pressemitteilung)
🔎 Weiterführende Informationen
Ausführliche Informationen zu den geplanten Änderungen der Tarifrefinanzierung finden Sie auf der Themenseite
„PNOG – Die wichtigsten Änderungen im Überblick“.


