Umfrage: Hitzewellen belasten Pflegeeinrichtungen massiv

17. Juli 2026

Die Hitzewelle Ende Juni 2026 hat soziale Einrichtungen bundesweit erheblich belastet. Das zeigt eine Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes, an der sich 2.871 Einrichtungen beteiligt haben – darunter auch zahlreiche Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste.


Nach den Ergebnissen gaben 82 Prozent der Einrichtungen an, von der Hitzewelle stark oder sehr stark betroffen gewesen zu sein. Besonders betroffen waren pflege- und betreuungsbedürftige Menschen, die Beschäftigten sowie die Gebäude. Viele Einrichtungen berichteten von deutlich erhöhtem Betreuungsaufwand, organisatorischen Problemen und zusätzlichen gesundheitlichen Risiken.


Auch die personellen Belastungen nahmen deutlich zu. Fast 90 Prozent der Einrichtungen beobachteten Erschöpfung bei den Mitarbeitenden. Gleichzeitig zeigt die Umfrage erhebliche Defizite beim baulichen Hitzeschutz: Nur rund jede fünfte Einrichtung verfügt über Klimaanlagen oder vergleichbare Kühlmöglichkeiten, weniger als ein Drittel über einen Hitzeschutzplan.


Der Paritätische fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026. Dazu gehören unter anderem ein Hitzenotfallfonds zur Finanzierung von Kühltechnik, Verschattung und zusätzlichen Personalressourcen sowie langfristige Investitionen in die klimaresiliente Modernisierung sozialer Einrichtungen.


🔎 Weitere Informationen


Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage sowie die Forderungen des Paritätischen Gesamtverbandes stehen auf der Verbandsseite zum Download bereit. Außerdem finden Sie im Rechercheportal – Klima & Energie weitere Informationen zu Klimaanpassung, Hitzeschutz und Fördermöglichkeiten für Pflegeeinrichtungen.