Neue Landeszentrale unterstützt altersgerechte Dörfer und Quartiere
Rheinland-Pfalz bündelt seine Beratungs- und Unterstützungsangebote für altersgerechte Strukturen vor Ort. Die neue Landeszentrale „Daheim und füreinander“ ist künftig zentrale Anlaufstelle für Kommunen, Verbände, Träger der freien Wohlfahrtspflege und Initiativen, die altersgerechte Dörfer und Quartiere entwickeln und stärken wollen.
In der beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) angesiedelten Landeszentrale werden mehrere bisherige Fach- und Servicestellen unter einem Dach zusammengeführt. Dazu gehören die Landesfachstellen für neue Wohnformen und Demenz sowie die Servicestellen für Pflegestrukturplanung und Unterstützungsangebote im Alltag und das Landesnetzwerk Anlaufstellen für ältere Menschen.
Die Landeszentrale soll insbesondere bei der Organisation, dem Aufbau und der Förderung von Wohn- und Pflegeangeboten, sorgenden Gemeinschaften und Unterstützungsstrukturen für ältere Menschen beraten. Ziel ist es, Angebote stärker sozialräumlich auszurichten und älteren Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Umfeld zu ermöglichen.
Begleitet wird die Landeszentrale von einem neu eingerichteten Landesbeirat. Vertreten sind unter anderem kommunale Spitzenverbände, Wohlfahrtspflege, Krankenkassen, Wohnungsunternehmen, Verbraucherzentrale, Selbsthilfeorganisationen, Pflegeeinrichtungen, Seniorenvertretung und Landesministerien. Für einzelne Themen wie Demenz, Einsamkeit, Sorgenetzwerke oder altersgerechtes Wohnen können Expertengruppen eingerichtet werden.
Die Einrichtung der Landeszentrale geht auf einen landesweiten Beteiligungsprozess zurück, an dem bis Mai 2025 mehr als 150 Expertinnen und Experten aus Pflege, sorgenden Gemeinschaften und Wohnen beteiligt waren. Mit der konstituierenden Sitzung des Beirats am 17. August 2026 hat die Landeszentrale offiziell ihre Arbeit aufgenommen.
Einordnung für Pflegeeinrichtungen
Für Pflegeeinrichtungen und -dienste kann die neue Landeszentrale insbesondere dort interessant werden, wo pflegerische Versorgung stärker mit kommunalen und sozialräumlichen Strukturen verknüpft werden soll. Dazu gehören beispielsweise Kooperationen im Quartier, Unterstützungsangebote im Alltag, neue Wohn-Pflegeformen oder der Aufbau lokaler Sorgenetzwerke.
Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz, Pressemitteilung vom 17. August 2026


