Ausbildungsverbund Pro Pflege: Hoher Anteil an Auszubildenden mit Migrationshintergrund
Im Rahmen der 25. Beiratssitzung des Ausbildungsverbundes Pro Pflege hat Ausbildungsbeauftragter Jürgen Herrmann aktuelle Zahlen zur Pflegeausbildung im Ausbildungsjahr 2025/2026 vorgestellt. Die Daten geben Einblicke in die Zusammensetzung der Auszubildenden, Entwicklungen bei Ausbildungsabbrüchen sowie die Bedeutung interkultureller Ausbildungskonzepte.
Demnach sind dem Ausbildungsverbund aktuell insgesamt 28 Auszubildende zugeordnet. Der Schwerpunkt liegt weiterhin klar auf der Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann: 23 Personen beziehungsweise rund 82 Prozent absolvieren diese Qualifikation. Drei Personen befinden sich in der Pflegeassistenz-Ausbildung, zwei weitere in der Ausbildung zur Altenpflegehelferin beziehungsweise zum Altenpflegehelfer.
Die Geschlechterverteilung zeigt sich vergleichsweise ausgewogen: 16 der Auszubildenden sind weiblich (57,1 Prozent), 12 männlich (42,9 Prozent).
Auffällig hoch ist der Anteil von Auszubildenden mit Migrationshintergrund. Nach den ergänzenden Auswertungen haben 19 der 28 Auszubildenden – also rund 68 Prozent – einen Migrationshintergrund. Der Ausbildungsverbund sieht darin einen deutlichen Hinweis auf die wachsende Bedeutung sprachlicher, kultureller und sozialer Integration in der praktischen Ausbildung. Gleichzeitig unterstreiche die Entwicklung die Bedeutung kultursensibler Praxisanleitung in den Einrichtungen.
Seit November 2025 wurden zwei Ausbildungsabbrüche dokumentiert. Ein Abbruch erfolgte aus gesundheitlichen Gründen und wegen Zweifeln an der Berufswahl. Ein weiterer stand im Zusammenhang mit einem Konflikt im Ausbildungsbetrieb. Gleichzeitig verzeichnete der Verbund mehr Zugänge als Abgänge: Während eine Person den Verbund verließ, wechselten fünf Auszubildende aus anderen Ausbildungsbetrieben in den Verbund. Damit ergibt sich ein positiver Saldo von vier zusätzlichen Auszubildenden.
Für den Sommer 2026 sind insgesamt sechs Abschlussprüfungen vorgesehen. Vier Auszubildende treten zur Prüfung als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann an, zwei weitere zur Prüfung in der Pflegeassistenz.
Weitere Informationen:
- Infografik Ausbildungsjahr 2025/206 im Überblick (PDF) >
- Infografik Ergänzende Daten im Überblick (PDF) >
Hintergrund Ausbildungsverbund Pro Pflege
Der Ausbildungsverbund Pro Pflege wurde 2012 gegründet, um Pflegeeinrichtungen bei der praktischen Umsetzung der Pflegeausbildung zu unterstützen. Ziel ist es, Ausbildungsstrukturen zu koordinieren, Kooperationen zwischen Einrichtungen und Pflegeschulen zu stärken sowie Auszubildende während der Ausbildung fachlich und organisatorisch zu begleiten. Dem Verbund gehören verschiedene stationäre Pflegeeinrichtungen und Kooperationspartner aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz an.

