Paritätischer fordert faire Förderung für klimafreundliche Heizungenübernehmen

13. Mai 2026

Der Paritätische warnt vor einer „fossilen Falle“ für soziale Einrichtungen. Ohne klare Finanzierung könnten Träger beim Heizungstausch faktisch zu kurzfristig billigeren Öl- oder Gaslösungen gedrängt werden.


Der Paritätische Gesamtverband kritisiert die geplanten Änderungen am Gebäudeenergiegesetz im Zusammenhang mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz. Die angekündigte größere Wahlfreiheit beim Heizungstausch könne für soziale Einrichtungen ins Gegenteil umschlagen, wenn Kostenträger Investitionen in klimafreundliche Heizsysteme wegen höherer Anfangskosten nicht anerkennen.


Geschäftsführerin Katja Kipping verweist darauf, dass soziale Einrichtungen nach den Vorgaben des Sozialgesetzbuches zu Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflichtet sind. In der Praxis werde dies häufig als Pflicht zur kurzfristig günstigsten Lösung verstanden. Damit könnten fossile Heizungen trotz langfristig steigender CO₂-Kosten bevorzugt werden.


Der Verband fordert deshalb eine Klarstellung, dass nicht-fossile Heizsysteme trotz höherer Investitionskosten wirtschaftlich sein können, wenn niedrigere Folgekosten berücksichtigt werden. Zudem brauche es eine Gleichstellung gemeinnütziger Träger mit kommunalen Einrichtungen sowie ein eigenes Bundesförderprogramm. Andernfalls könnten energetische Sanierungspflichten für Einrichtungen mit knappen Budgets zur erheblichen Belastung werden.


Quelle: Der Paritätische Gesamtverband >

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