Rheinland-Pfalz informiert über Einführung der Pflegefachassistenz ab 2028

27. März 2026

Rheinland-Pfalz bereitet die Einführung der bundeseinheitlichen Pflegefachassistenz vor. Erste Umsetzungsschritte starten bereits 2026, Ausbildungsbeginn ist 2028.


Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitales Rheinland-Pfalz hat am 25. März 2026 über die geplante Einführung der bundeseinheitlichen Pflegefachassistenz informiert. Die neue Ausbildung soll ab dem 1. Januar 2028 starten und ein eigenständiges Berufsbild in der Pflege etablieren.


Ziel der Reform ist es, die bislang unterschiedlichen landesrechtlichen Assistenz- und Helferausbildungen zu vereinheitlichen und klare Kompetenzprofile zu schaffen. Künftig wird die Ausbildung generalistisch ausgerichtet und umfasst Einsätze in der Akutpflege, Langzeitpflege sowie im ambulanten Bereich. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt 18 Monate, in Teilzeit bis zu 36 Monate.


Bereits ab dem zweiten Halbjahr 2026 sollen erste Umsetzungsschritte erfolgen. Dazu zählen unter anderem die Vorbereitung landesrechtlicher Regelungen, die Abstimmung mit den beteiligten Behörden sowie die Wiederaufnahme fachlicher Arbeitsgruppen zur Ausgestaltung der Ausbildung.


Die Finanzierung erfolgt – analog zur generalistischen Pflegeausbildung – über einen landesweiten Ausbildungsfonds. Alle relevanten Akteure zahlen in dieses Umlagesystem ein, wodurch die Ausbildungskosten vollständig refinanziert werden. Ziel ist eine faire Lastenverteilung und der Ausbau zusätzlicher Ausbildungskapazitäten auch in kleineren Einrichtungen.


Für Pflegeeinrichtungen bedeutet die Reform vor allem strukturelle Anpassungen in der Ausbildungsvorbereitung. Gleichzeitig eröffnet die neue Pflegefachassistenz niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in den Pflegeberuf und gilt als wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung.


Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitales Rheinland-Pfalz | Präsentation >

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