Studie: Hunderttausende von verdeckter Pflegearmut betroffen

19. März 2026

Eine aktuelle Studie zeigt: Viele Pflegebedürftige verzichten aus finanziellen Gründen auf Leistungen. Der Paritätische fordert politische Konsequenzen gegen verdeckte Pflegearmut.


Eine aktuelle Studie macht auf ein wachsendes Problem aufmerksam: Hunderttausende pflegebedürftige Menschen in Deutschland sind von sogenannter verdeckter Pflegearmut betroffen. Sie nehmen notwendige Unterstützungsleistungen nicht oder nur eingeschränkt in Anspruch, weil sie die finanziellen Belastungen fürchten oder nicht tragen können.


Im Zentrum der Analyse steht die Frage, in welchem Umfang Pflegebedürftige auf Leistungen verzichten, obwohl ein Anspruch besteht. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Eigenanteile und zusätzliche Kosten eine erhebliche Hürde darstellen.


Der Paritätische Gesamtverband sieht darin ein deutliches Signal für strukturelle Defizite im Finanzierungssystem der Pflege. Aus seiner Sicht besteht dringender Handlungsbedarf, um den Zugang zu Leistungen zu verbessern und Pflegebedürftige finanziell zu entlasten.


Gefordert werden unter anderem Reformen in der Pflegeversicherung sowie eine stärkere öffentliche Finanzierung, um die wachsenden Eigenanteile zu begrenzen und soziale Ungleichheiten abzubauen.


Für Pflegeeinrichtungen verdeutlicht die Studie erneut, dass wirtschaftliche Rahmenbedingungen zunehmend Einfluss auf die Inanspruchnahme von Leistungen haben – mit direkten Folgen für Versorgungssicherheit und Auslastung.


Link zur Quelle: Der Paritätische Gesamtverband | Neue Studie: Hunderttausende von verdeckter Pflegearmut betroffen >

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