BAGFW bewertet Eckpunkte des Zukunftspakts Pflege kritisch
Die
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat eine vorläufige Stellungnahme zu den Eckpunkten der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ vorgelegt. Zwar werden wichtige Handlungsfelder wie die Stärkung der häuslichen Pflege, Bürokratieabbau, Digitalisierung und eine Begrenzung der Eigenanteile adressiert – ein grundlegender Systemwechsel hin zu einer solidarischen Pflegevollversicherung bleibt jedoch aus.
Die im Dezember 2025 vorgestellten Eckpunkte der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ zielen darauf ab, die Pflege angesichts einer weiter steigenden Zahl Pflegebedürftiger strukturell zu reformieren. Bis 2030 wird mit rund 3,5 Millionen pflegebedürftigen Menschen gerechnet. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zur Stärkung der häuslichen Pflege, zur Entbürokratisierung, zur Digitalisierung sowie zur Deckelung der pflegebedingten Eigenanteile.
In ihrer vorläufigen Stellungnahme begrüßt die BAGFW diese Ansätze grundsätzlich, weist jedoch darauf hin, dass sie nicht ausreichen, um die langfristige Finanzierungsproblematik der Pflege zu lösen. Insbesondere das Festhalten am bestehenden System ohne Einführung einer solidarischen Pflegevollversicherung wird kritisch bewertet. Aus Sicht der Wohlfahrtsverbände bleiben damit zentrale strukturelle Fragen weiterhin unbeantwortet.
Quelle
BAGFW – Vorläufige Stellungnahme zu den Eckpunkten der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ (11.12.2025)
https://www.bagfw.de/fileadmin/user_upload/Veroeffentlichungen/Stellungnahmen/2026/2026-01-23_BAGFW_Bewertung_Eckpunkte_Zukunftspakt_Pflege_Teil_I_und_II.pdf >

